„Schinke-Schunke Kreuz-Halunke“: Das war lange Zeit der Schlachtruf der Kreuzfastnacht. Was Ende der 1980er-Jahre als eher lockere, fast persiflierende Fastnachtsparty begonnen hat, entwickelte sich im folgenden Jahrzehnt zu einer legendären Veranstaltung am Fastnachtssonntag in Horas, die sich in den beiden folgenden Jahrzehnten weiterentwickelte.
„Wir haben damals von der Feuerwehr eine Mahnung gekriegt, weil zu viele Leute da waren“, erinnert sich Jay Brady, der die Show über ein Jahrzehnt moderiert hat: „Danach haben wir an der Tür kassieren müssen. Über 1000 Leute durften wir nicht reinlassen.“ Ursprünglich habe das Kreuz damals die Idee gehabt, auch „etwas faschingsmäßiges zu machen“, erzählt er weiter: „Wir haben das auch nicht so superernst gemeint.“ Am Anfang führten einige Gäste etwas faschingsmäßiges auf, danach wurde das Programm immer länger. Auch immer mehr Gruppen und Tanzgarden wollten im proppenvollen Saal bei bester Stimmung auftreten. Bereits nach einigen Jahren hatte sich die Kreuzfastnacht so etabliert, dass sogar der Prinz von Fulda einmarschierte. Der FKG gefiel es offenbar so gut, dass sie in den Folgejahren immer wieder vorbeischaute. Wer dabei sein wollte, musste sich frühzeitig Tickets sicher, das Kreuz war jedes Jahr rappelvoll. Die Folge: Das Kreuz war sogar mit einem eigenen Wagen auf dem Rosenmontagsumzug dabei.
Jetzt soll diese schöne Zeit wieder aufleben. „Die FKG hat uns angesprochen, ob wir die Stehung neu ausrichten wollen und da haben wir uns überlegt, diese ins alte Format zurückzubringen“, erklärt Mayleen Reith, die mit ihrem Mann Philipp Reith, gemeinsam die „Schinke Schunke 2.0“ organisiert. Entgegen der früheren Fremdensitzung wird es jetzt allerdings ein Showtanz-Festival geben. Natürlich werde mit dem „Revival“ nicht alles exakt gleich sein, doch das Feedback der Feiernden sei sehr positiv gewesen: „Es ist natürlich neu und anders als damals, aber gerade die Älteren, die damals schon mit dabei gewesen sind, sagen: ‚Ach cool, dass es das wieder gibt.“ Jüngere Närrinnen und Narren dürften sich ebenfalls aufs Programm freuen, verspricht Reith: „Da ist für jeden etwas dabei.“ Wenn die Idee gut angenommen werde, wollen die beiden die Schinke Schunke als feste Institution etablieren, so Reith: „Unser Ziel ist es, das jedes Jahr zu machen.“
Dafür stehen die Chancen gut, denn schon das „Lineup“ verrät: Die „Schinke-Schunke“ wird eine ausgelassene Party. 17 Tanzgruppen sind eingeladen: GVK Showtanz, Limoncella, The Unknown, InDieHö, Happy Hüppos, Leppdanser, BWL Künzell, Effect, Flotte Spritzer, Sunshinegirls Welkers, Green Angels, Hot Temptation, Zackiche Zichiener, Blue Diamonds, Föllsche Fusion, Matzeratis und die Männertanzgarde Bachrain. Zudem wird es eine „Vogue Fotobox“ von Noah Druschel geben. Im Finale bleibt es hochkarätig, denn dort spielt die Musiktruppe des Geselligkeitsvereins Künzell für die Gäste. Danach geht es weiter mit „OH! Events“ und DJ Springer, die für den restlichen Abriss sorgen.
Karten gibt es im Vorverkauf in der „Windmühle“ in Fulda, bei der MUP Bürohandels GmbH sowie beim Kartenbüro der FKG und beim Kulturzentrum Kreuz für 9,90 Euro und an der Abendkasse für zwölf Euro pro Person. Los geht es um 19 Uhr, ab 18.30 Uhr ist Einlass.
