Der 81-Jährige wohnt bereits seit 2003 in einem 60 Quadratmeter großen Haus, welches Teil des Siedlungsdorfs an der Kneshecke ist. Nach seinem Widerspruch an das Finanzamt und der medialen Berichterstattung in der vergangenen Woche habe er einen neuen Bescheid erhalten, berichtet Held. Demnach soll er keine 770 Euro Grundsteuer mehr zahlen, sondern nur noch 124 Euro. Dies entspricht einer Verdoppelung des bisherigen Preises von 58 Euro. Der Rentner ist dennoch erleichtert: „Das ist eine andere Geschichte.“ Auch bei einem Nachbarn, welcher zuvor 1000 Euro als Grundsteuer zahlen sollte, sei der Betrag in Folge eines Widerspruchs auf 150 Euro gesenkt worden. Held beschreibt die gesamte Situation im Nachgang als „ernüchternd“: „Der neue Bescheid kam ohne jeden Kommentar, ohne Begleitschreiben.“ Er hatte auf eine Erläuterung gehofft, nach welchen Grundsätzen die erste Rechnung zustande gekommen sei. Der 81-Jährige sei selbst lange Zeit in der Kommunalpolitik aktiv gewesen und habe die Verwaltung dabei als effizient wahrgenommen. Bei der Grundsteuerreform sei dies nicht der Fall gewesen, so der Rentner.
Rentner geschockt – Preisexplosion bei der Grundsteuer
