Hünfelder SV – Eschweger TSV 32:37 (17:19)
Da war mehr drin für den HSV: Obwohl sich Eschwege im Winter mit internationaler Klasse verstärkte und individuell übermächtig schien, bekämpften die Hünfelder den Gast über 60 Minuten. „Am Ende ist es etwas zu deutlich, denn das war permanent auf Augenhöhe“, befand HSV-Spielertrainer Felix Rehberg. Mehr noch: Eine knappe Viertelstunde vor Ende führten die Gastgeber sogar mit 29:26 (47.). Ein Sieg war greifbar. „Wir sind dann quasi an uns selbst gescheitert“, bedauerte der Coach: „Wenn was geklappt hat, dann war es das schnelle Spiel. Wenn wir den Ball gelaufen sind, waren wir erfolgreich im Angriff“. Hintenraus verfiel Hünfeld aber in „alte Muster“, wollte wieder durch Eins-gegen-eins- oder Zwei-gegen-zwei-Situationen zum Tor kommen, und die Abschlüsse wurden schlechter.
„Am Ende hat Eschwege richtig gute Einzelspieler, dem mussten wir heute Tribut zollen“, gab Rehberg an. Vor allem Linksaußen Jan Sivka, der aus Wanfried zum ETSV kam, wirbelte mit zehn Toren die HSV-Defensive durcheinander. „Er zeigte wieder, dass er auf seiner Position der stärkste Spieler der Liga ist“. Kreisläufer Olexsandr Shevelev (sieben Tore) war ebenso kaum aufzuhalten. Doch trotz der Niederlage waren die Hünfelder gar nicht niedergeschlagen, sondern wollten auf das Positive schauen. „Eschwege war heute abgezockter“, so Rehberg. Der Trend bei seinem Team gehe aber weiter in die richtige Richtung.
Hünfeld: Matthiessen (7), Schäfer, Rehberg (2), Bachus (6/1), Reuchsel (6), Schott (7), Gute (1), Hyseni, Kaub (2), Abad Velazquez (1), Sauerbier, Hohmann, Schramm, Krätzig.
HSG Twistetal – TV Hersfeld 28:26 (14:11)
Angesichts der Mannschaft, die der TVH aufbieten konnte, war Trainer Kai Hüter nicht unzufrieden: „Im Gegensatz zu letzter Woche haben wir gekämpft, ein anderes Gesicht und Emotionen gezeigt“. Die Hersfelder gestalteten das Spiel durchgehend eng, obwohl Jonas Rübenstahl und Fynn Reinhardt beide die ganze Woche krank waren und eigentlich nur als Unterstützung mitgefahren sind. Beide spielten ein paar Minuten, dazu fehlte Andreas Krause und das Trainerduo Hüter/Negovan musste die komplette Deckung umstellen. „Mit einer Niederlage ist man nie zufrieden. Aber heute hat jeder gelitten und das, was die Mannschaft abgeliefert hat, hat gestimmt“.
Der TVH war Mitte der ersten Halbzeit mit drei Toren ins Hintertreffen geraten und rannte dem Rückstand bis zur Pause hinterher. Erst wenige Minuten nach dem Seitenwechsel kamen die Hersfelder wieder mal auf ein Tor heran, konnten dann aber nicht dort anknüpfen und mussten Twistetal wieder davonziehen lassen. Zwischenzeitlich führten die Hausherren mit 25:20 (49.), ehe sich der TVH in den letzten zehn Minuten nochmal berappelte: „Wir haben uns in den letzten Minuten tolle Bälle erkämpft, sie aber dann im Spiel nach vorne wegen Schritten oder durch Fehlpässe wieder verloren“, sagte Hüter. Sonst wäre womöglich mit der angeschlagenen Truppe sogar mehr drin gewesen. „Aber wir haben das schon gut gelöst“, konnte der Coach mit dem Auftritt leben.
Hersfeld: Spill (1), Beckemeyer, Petersen (3), Kürten, Wiegel (7/4), Rübenstahl (4), Schulz, Reinhardt (1/1), Göbel, Voß, Thole (7), Kehl (2), Teichmann (1).
