Es wird Zeit: Felix Rehberg wird seine Handballer-Karriere beenden, wie er selbst mit 31 Jahren und guten Gründen erklärt: „Das Körperliche und auch das Berufliche spielt eine Rolle. Jede Saison ist mittlerweile mit Schmerzen verbunden. Die Zeit in der 3. Liga hat körperlich schon an mir gezerrt“. Bei Eintracht Baunatal spielte er drei Jahre auf hohem Niveau, erlebte Knallerspiele wie im Pokal gegen Kiel oder Lemgo, mit der HSG Baunatal erlebte er zu Jugendzeiten wiederum Quali-Spiele zur A-Jugend-Bundesliga.
Nachdem Rehberg 2015 von Gensungen/Felsberg in die Heimat nach Hünfeld zurückkehrte und 2017 ins Drittliga-Abenteuer mit Baunatal startete, spielt er seit 2020 aktuell wieder für den HSV. Und übernahm vergangenes Jahr mit Fabian Sauer die Mannschaft als Spielertrainer. Sauer ging den Schritt zum Karriereende schon ein Jahr eher, nach der aktuellen Saison ist nun aber auch bei Rehberg Schluss: „Ich werde erstmal vom Handball Abstand nehmen“, schildert er, auch beruflicher Gründe wegen.
In der dritten Liga verletzte sich Rehberg unter anderem an Achillessehne und Bizeps, blieb aber immer Sportler durch und durch: „Ich will mich darüber nicht beschweren. Nur merke ich, dass es immer schwerer wird, das Niveau zu erreichen“. Dabei spricht er von einem nun „logischen Schritt“. Der Verein wie auch die Mannschaft waren eingeweiht, sagt der Coach: „Sie wussten vor der Saison, dass der Fall eintreten könnte und es meine letzte ist. Aber die Mannschaft hat es absolut verstanden. Und jetzt freuen wir uns erstmal, dass wir diese Saison noch zusammen zu Ende spielen“. Der HSV peilt den Klassenerhalt in der Oberliga Nord an, währenddessen sucht der Verein aber schon einen neuen Coach. Rehberg hat seine Vorstellungen vom Nachfolger: „Da sich die Mannschaft immer weiter verjüngt, brauchen wir einen Trainer, der in der Lage ist, junge Spieler weiterzuentwickeln. Jemand, der mittel- bis langfristig und perspektivisch denkt, nicht an kurzfristige Erfolge“.
