Vier zentrale Orte im Gemeindegebiet wurden für die Ladesäulen ausgesucht: Auf den Parkplätzen am Sportplatz in Pilgerzell, auf dem Festplatz in der Grezzbachstraße, gegenüber dem Bürgerhaus in Dirlos und vor dem Bürgerhaus in Engelhelms kann seit dem 31. Dezember geladen werden. „Wir haben eine gesetzliche Verpflichtung an Standorten mit vielen Parkplätzen eine solche Ladeeinrichtung vorzuhalten“, erklärte Bürgermeister Zentgraf. 2025 sollen außerdem noch am Friedhof in Künzell, am Bürgerhaus in Dietershausen, am Kindergarten „Zauberwald“ und am Hotel „Sieben Welten“ weitere Ladestationen errichtet werden.
Die Ladesäulen laden dabei mit jeweils 22 Kilowatt pro Stunde maximal, je nach Fahrzeugtyp werde aber weniger schnell „getankt“, räumte der Rathauschef ein, der selbst einen E-Auto fährt: „Ich kann beispielsweise mit meinem Auto nur sieben Kilowatt pro Stunde laden. Schneller lädt das Auto nicht.“ Dies hänge also immer von der Technik ab. Als Faustregel für den Verbraucher fügte Klaus Schäfer, Betreiber der „e-motion.world“ und Lieferant der Ladesäulen an: „In einer Stunde kannst du ungefähr für 80 Kilometer laden.“ Dafür bräuchte ein Smart beispielsweise nur 40 Minuten, ein Tesla hingegen vier Stunden. „Die Idee ist aber nicht, dass er hier vier Stunden steht, sondern dass wenn Sie zum Einkaufen gehen oder den Sportplatz besuchen, dass Sie ihn dann anhängen“, hob er hervor und ergänzt: „Mit zwei Stunden kommt eigentlich jeder gut hin.“
Auch preislich ist das „Auftanken“ an den Ladestationen variabel. „Beim Kunden wird immer der Preis der jeweiligen Ladekarte abgebucht“, erklärte Danièl Müller, von der Rhön Energie, die den Strom für die Stationen liefert. Dort zahlen die Kunden beispielsweise 51 Cent pro Kilowattstunde und 45 Cent, wenn sie einen Vielladertarif bedienen. Ist jemand bei einem anderen Anbieter gemeldet, gelten die jeweiligen Preise des Anbieters.
