Trotz zwei Siegen und einem Remis aus drei Testspielen zeigt sich Hönebachs Enis Adrovic nicht ganz zufrieden mit der Vorbereitung. Seit Beginn kämpft der Trainer mit einigen Ausfällen. Zum Teil fielen neun Spieler aufgrund von Grippe-Krankheiten aus. „Es hätte besser laufen können, aber es hatte jede Mannschaft getroffen“, weiß auch Adrovic. Im Sommer standen sich beide Mannschaften bereits gegenüber: Dabei wurde das Spiel beim Stand von 1:0 abgebrochen, da Hönebachs Spieler Julian Suresch ohne Fremdeinwirkung zusammenbrach und nach ärztlicher Versorgung im Krankenwagen abtransportiert werden musste. Eine Szene, die an die Europameisterschaft 2021 erinnerte, als der dänische Nationalspieler Christian Eriksen einen Herzstillstand erlitt. Ein halbes Jahr nach dem Vorfall treffen beide Teams wieder aufeinander – und das Wichtigste. Suresch geht es längst besser, Vereine sind aufmerksam geworden und haben in Sachen Vorsorge und Defibrillatoren aufgerüstet. Die Ersthelfer handelten damals vorbildlich, der Sport rückte in den Hintergrund.
Nun stehen beide Teams vor dem letzten großen Test vor dem Restrundenauftakt. „Wir wollen ins Finale einziehen“, beschwört Adrovic sein Team. Das dies allerdings gegen den KOL Nord-Primus alles andere als einfach werden wird, ist sich der Coach durchaus bewusst. „Niederaula ist ein starker Gegner und unangefochtene Nummer eins in der Kreisoberliga. Es wird kein einseitiges Spiel. Sie werden uns alles abverlangen“.
Niederaula/Kerspenhausens Trainer Ernest Veapi freut sich ebenfalls auf das Pokalspiel, auch wenn er in der Vorbereitung mit denselben Problemen wie sein Gegenüber zu kämpfen hatte. „Wir haben nichts zu verlieren. Es wird ein guter letzter Test“, so Veapi. Für beide Mannschaften beginnt kommende Woche das Restrundenprogramm. Hönebach empfängt in der Gruppenliga am Sonntag (15 Uhr) die SG Schlüchtern. Zur gleichen Zeit gastiert Niederaula/Kerspenhausen in Wölf. Aus diesem Grund komme das Halbfinale als Generalprobe gerade zum richtigen Zeitpunkt. „Hoffentlich wird es ein gutes und schönes Spiel“, so Veapi, der die Favoritenrolle zu den Gästen schiebt. „Ausnahmsweise gebe ich ihnen mal diese Rolle, sonst haben wir sie ja immer in jedem Ligaspiel“, schmunzelt er. Das Finale ist am Samstagnachmittag dann auch komplett: Die SG Neuenstein wartet auf den Sieger.
