Fußball 28.02.2025

Kreispokal Fulda – SGJ beim RSV – Milankovic: „Wollen es genießen“

Margretenhaun/Johannesberg (jk) – Die besten acht Mannschaften im Fuldaer Fußball-Kreispokal sind gefunden und kämpfen im Viertelfinale um das Weiterkommen: Am Samstag (13.30 Uhr) steigt das erste Viertelfinalspiel zwischen Kreisoberligist RSV Margretenhaun und den klassenhöheren Gästen der SG Johannesberg.

Nikola Milankovic (Mitte) jubelte früher mit der SG Johannesberg, nun steht er seinem Ex-Verein im Kreispokal mit dem RSV Margretenhaun gegenüber. Foto: Manfred Völler.

Auf dem Weg ins Viertelfinale besiegte Margretenhaun zunächst Poppenhausen im Elfmeterschießen, dann den Haimbacher SV knapp, sowie Gruppenligist Horas im Achtelfinale. „Es ist super, dass wir so weit gekommen sind. Das haben wir uns verdient und ist kein Zufall“, sagt RSV-Trainer Nikola Milankovic stolz. Die Vorbereitung verlief für sein Team ergebnistechnisch gut: Zwei Remis und ein Sieg standen in drei Testspielen. Dass die Vorbereitung in der kalten Jahreszeit alles andere als beliebt bei den Fußballern sei, war dem Trainer schon vorher bewusst. „Wintervorbereitung ist nicht so interessant wie die Sommervorbereitung, weil du nicht so viel mit dem Ball am Platz trainieren kannst“, erläutert Milankovic. Hinzu kommen noch diverse Krankheitsfälle, einige Spieler hatte es erwischt.

Das Viertelfinalspiel gegen Johannesberg möchte Milankovic als letzten richtigen Test vor dem Restrundenauftakt gegen Sickels kommendes Wochenende nehmen. Dabei erwartet er ein gutes Spiel auf einem guten Rasenplatz. „Ich erwarte, dass die Jungs die 90 Minuten wie immer genießen. Sie haben die Freiheit, Fußball zu spielen und nicht immer lange Bälle zu schlagen“, so der Trainer. Auch wenn Johannesberg eine gute Rolle in der Gruppenliga spielt, möchte sich der RSV nicht verstecken. „Wir wollen einen Schritt weiter machen. Das Wichtigste ist aber, dass sich keiner verletzt“, sagt Milankovic, der personell aus dem Vollen schöpfen kann und sich persönlich natürlich auch auf das Wiedersehen mit seinem Ex-Verein freut.

Johannesbergs Trainer Meik Voll wiederum sieht die Vorbereitung gespalten. Während im Fuldaer Land in diesem Jahr eher weniger Probleme mit den Trainingsmöglichkeiten auftraten, gab es deutlich mehr Sorgen um die Grippewelle. „Wenn wir die Witterungsverhältnisse nehmen, können wir uns nicht beschweren. Das große Manko waren eher die vielen Krankheitsfälle“, erklärt Voll. Zeitweise fielen bei der SGJ zwischen fünf bis neun Spieler krank aus. Aus diesem Grund war es schwierig, die geplanten Trainingsziele zu erreichen. „Die Probleme haben wir aber alle, deswegen sind wir gespannt“, erläutert der Trainer.

Fünf Testspiele standen auf dem Programm der Johannesberger. Heraus kamen, unter anderem gegen klassenhöhere Teams, zwei Siege, zwei Niederlagen und einen Sieg sowie Remis. „Wir wollten auch auf Mannschaften außerhalb der Region treffen, die uns da fordern, wo wir Defizite haben“, erläutert Voll rückblickend auf die Tests gegen Schrecksbach, Offenbach II oder Leusel. Mit Blick auf das erste Pflichtspiel im Jahre 2025 erwartet der Coach einen hartnäckigen Gegner aus Margretenhaun. „Wir dürfen sie nicht unterschätzen. Sie treten kompakt auf und kommen über die Geschlossenheit“, so Voll. Bislang hat Johannesberg die gesamte Vorbereitung auf Kunstrasen durchgezogen. Vor dem Pokalspiel zieht es die SGJ aber nochmal auf den Rasen. „Mein persönliches Ziel ist es, eine Runde weiterzukommen. Da nimmt man auch den ein oder anderen Schönheitsfehler in Kauf“, sagt Voll.

Die weiteren Viertelfinals sind später im Monat terminiert: Dabei spielt noch der SV Neuhof gegen Buchonia Flieden (12. März, Sieger wird nächster Gegner von Margretenhaun oder Johannesberg). Außerdem noch im Viertelfinale: Hofbieber gegen Bronnzell (26. März) und Künzell gegen Großenlüder (31. März).