Die Vorgeschichte war allerdings etwas unschön für die Gäste: Großenlüders Schlussmann Constantin Jökel bekam kurz vor der Pause bei einem Zusammenprall mit einem Gegenspieler einen Schlag gegen den Hals und musste vorsorglich ausgewechselt werden, wobei Trainer Dominik Möller unmittelbar nach dem Spiel schon Entwarnung geben konnte, dass es sich wohl um keine allzu schlimme Verletzung handelt.
Weil die Teutonia ohne Ersatztorwart angereist war, erklärte sich Kapitän Felix Schlitzer bereit, den Kasten zu hüten. Im Elfmeterschießen wurde Schlitzer dann zum Pokalhelden, als er den entscheidenden Schuss parierte. „Das ist natürlich eine schöne Geschichte“, freute sich Möller über das Zustandekommen des unterm Strich aus seiner Sicht verdienten Siegs und fügte an: „Im Elfmeterschießen zu gewinnen, ist natürlich immer etwas glücklich, aber wir hätten das Spiel auch in der regulären Spielzeit schon für uns entscheiden müssen.“
Großenlüder hatte zwar von Anfang an die größeren Spielanteile, machte sich das Leben durch unnötige Fehler im Aufbauspiel wie vor dem 0:1 aber selbst schwer. Thalaus Neuzugang Yannick Hohmann, der in der Winterpause von Ligakonkurrent Rothemann gekommen war, sagte gleich zwei Mal „Danke“ und sorgte für die 2:0-Pausenführung des FSV Thalau, der sich ansonsten vor allem auf das Verteidigen und Kontern beschränkte. Nach dem Seitenwechsel erhöhte Großenlüder dann den Druck und es entwickelte sich ein Spiel auf ein Tor. Hendrik Auth per Foulelfmeter und Tinotenda Phiri sicherten Großenlüder mit ihren Treffern das direkt folgende Elfmeterschießen, während Schlitzer im Kasten fast nichts zu tun hatte. „In der zweiten Halbzeit haben wir dann mehr Lösungen gefunden. Kompliment an die Mannschaft, dass wir so zurückgekommen sind, vor allem auf diesem engen Platz“, so Möller, dessen Team in der nächsten Runde auf Künzell oder Dipperz/Dirlos trifft.
Thalau: Wasserka; Kutscherenko, Wahl, Erb, Brehl, Storch, Bonsu, Aydogan, Mohr, Löhmer, Hohmann (Bektesi, Wald, Leitschuh).
Großenlüder: Jökel; Mohr, H. Auth, Gaube, Strehl, Banlog Mvondo, S. Auth, Schlitzer, Ziegler, Seifert, Phiri (Schmitt, Rehberger, Pitakani).
Tore: 1:0 Yannick Hohmann (5.), 2:0 Yannick Hohmann (17.), 2:1 Hendrik Auth (60., Foulelfmeter), 2:2 Tinotenda Phiri (77.)
Zuschauer: 50
Elfmeterschießen: Kevin Bunso, Lukas Brehl, Noah Löhmer, Ahmet Emre Aydogan, Anton Erb – Pascal Strehl, Hendrik Auth, Sören Auth, Linus Gaube, Linus Rehberger, Eyanawa Pitakani.
