Gespannt lauschten die Kinder im Alter zwischen acht und zwölf Jahren der Referentin, die ihre jungen Zuhörer aktiv mit einbezog, zum Beispiel direkt zum Start mit der Frage: „Was ist Sprache und warum ist sie wichtig?“. Die Kinder antworteten unter anderem mit „wir brauchen sie zum Kommunizieren“ oder „um sich zu unterhalten“. In ihrer „Vorlesung“ sprach Ghaemdoust unter anderem über den Ursprung und die Vielfalt von Sprache. Bei ihren Fragen „Wie viele Sprachen gibt es? Und auf welchem Kontinent werden die meisten Sprachen gesprochen?“ kamen einige Teilnehmer mit ihren Schätzungen schon nah ran. „Es werden etwa 7000 Sprachen in 195 Ländern der Welt gesprochen“, löste die Referentin schließlich auf. Die meisten Sprachen werden in Asien (2300) gesprochen, dahinter folgt Afrika (2100). In Europa werden im Vergleich dazu „nur“ 290 Sprachen gesprochen. Doch es wurde nicht nur geredet. Bei der Frage, wie sie ohne ein Wort ihrem Gegenüber „Hallo“ gestikulieren würden, wurden die Teilnehmer nach vorne gebeten, um es vorzumachen. Auch wurde der Frage nachgegangen, wie die Menschen früher kommunizierten, bevor es die heutigen Sprachen gab. „Sie haben Laute gemacht, um sich zu verständigen, aber vor allem um vor Gefahren zu warnen“, sagte Ghaemdoust.
