Klug beschreibt die gestrige Debatte als „sachlich“ und in der Meinung der Fraktionen als „einstimmig“. Aufgrund der hohen Kosten und fehlenden Finanzierungsmöglichkeiten seien die Pläne zur Freibadsanierung nun gestoppt worden. Die CDU-Fraktion hatte zum Antrag des Bürgermeisters in einem Änderungsantrag vorgeschlagen, hinter die Einstellung des Projekts „bis auf weiteres“ zu ergänzen. Ebenso solle die Gemeindevertretung über das weitere Vorgehen informiert werden. Dieser Änderungsantrag wurde ebenfalls mehrheitlich angenommen. Statt des Freibads sprachen sich die Gemeindevertretung dafür aus, „gemeinschaftlich das Thema ‚Gesundheitszentrum‘ am alten Thermenstandort“ in Angriff zu nehmen. Damit ist keine Rückkehr der Therme gemeint, sondern eine Einbindung einer Arztpraxis, Apotheke und anderen Angeboten „unter einem Dach“, so Klug. Wichtig sei hier einen Sole-Bezug zu schaffen. Andernfalls droht der Kommune, dass sie künftig nicht mehr das Prädikat „Bad“ im Gemeinde-Namen tragen dürfen.
Die Kosten für das Gesamtprojekt zur Sanierung des Freibads waren im vergangenen Jahr auf rund 7,5 Millionen Euro geschätzt worden, zu denen jährliche Betriebskosten hinzugekommen wären. Diese Mittel stehen in Bad Salzschlirf aufgrund der aktuellen finanziellen Lage der Gemeinde nicht zur Verfügung.
