Fußball 14.02.2025

Hessenliga – Knaller-Start mit Déjà-vu? – Vorfreude beim Hünfelder SV

Hünfeld (pf) – Mit einem guten Polster ist der Hünfelder SV in die Winterpause gegangen und will nun an die erfolgreiche Hinserie in der Fußball-Hessenliga anknüpfen: Zum Start wartet am Samstag (14 Uhr) bei Türk Gücü Friedberg allerdings direkt ein echter Knaller, den die Hünfelder aber ohne Druck angehen wollen – und können.

Jubelt der HSV auch am Samstag in Friedberg wieder? Archivfotos: Christine Görlich

Sorgen muss sich um den HSV in dieser Saison wohl niemand machen, wenngleich viele Absteiger in der Hessenliga drohen und 40 Punkte nicht für alle reichen könnten. Die Hünfelder sind aber mit schon 36 Zählern in die Winterpause gegangen und frei von jeglichen Gedanken nach unten: „Natürlich heißt das nicht, dass wir übermütig werden dürfen. Aber wir wollen unsere Punkte holen, von Anfang an Gas geben – und das mit Vorfreude, dass es jetzt wieder losgeht“, betont Trainer Johannes Helmke.

Der Coach hätte sicher nichts dagegen, wenn sich Parallelen zum Vorjahr auftun: Damals gewann der HSV den Re-Start mit 1:0 gegen Gießen, den späteren Meister. Ein gutes Omen? Denn nun geht es nach Friedberg, wo TGF zwar Tabellenvierter ist, aber ähnliche Ambitionen hegt: „Natürlich sind sie der Favorit, der Druck liegt bei ihnen. Sie wollen nochmal oben angreifen und kommunizieren diese Ambitionen auch so“, sagt Helmke. Spitzenreiter Walldorf liegt zwar schon sieben Punkte vor Friedberg, Alzenau auf dem Relegationsrang aber nur drei Zähler, und in Bayern ist bei der Abschiedstournee von Angelo Barletta auch vieles ungewiss.

Dass der HSV wiederum nochmal oben angreifen könnte, davon will Helmke aktuell nichts wissen: „Die Liga ist eng, das ist noch zu viele ‚Wenn und Aber‘“, so der Coach vor dem „Bomben-Start“ bei einem der Aufstiegskandidaten. Doch die Hünfelder können mit einer richtig breiten Brust die Restrunde angehen, haben vor der Winterpause eine Super-Serie hingelegt und sich in der Vorbereitung wieder an das Level herangearbeitet. „Die Vorbereitung war insgesamt sehr gut, bis auf die Wermutstropfen mit den Verletzungen“, so Helmke. Maxim Bevz und Jonas Simon erwischte es muskulär, sie trainierten noch nicht wieder, „stoßen aber hoffentlich bald wieder dazu“, sagt der Trainer, der von einer guten Vorbereitung spricht: „Die Jungs haben super mitgezogen, einige waren ohne Fehlzeiten, wir hatten also eine hohe Trainingsbeteiligung. Wir konnten aus den Testspielen viel mitnehmen, auch gegen die Regionalligisten, die Spiele waren alle auf hohem Niveau“.

Allerdings ist für den Auftakt am Samstag auch Max Vogler mit Rückenprobleme noch fraglich, Yunus-Emre Kocak war gegen Kassel umgeknickt und muss auch bis zum Wochenende abwarten, ob es geht.