Fußball 04.02.2025

Hessenliga – Fußball-Pause: Angelo Barletta hört in Alzenau auf

Alzenau (pf/pm) – Eine Ära geht zu Ende: Nach der laufenden Saison trennen sich die Wege von Angelo Barletta und dem FC Bayern Alzenau. Das gab der Fußball-Hessenligist am Montag bekannt, der als Tabellenzweiter in die Restrunde gehen wird.

Foto: Justin Klenner

„Eine herausragende Trainer-Ära geht im Sommer dieses Jahres beim FC Bayern Alzenau zu Ende“, schreibt der Verein. Barletta werde seinen auslaufenden Vertrag nicht verlängern und will sich zunächst eine Auszeit gönnen. Eine Nachfolge stehe noch nicht fest. „Meine Entscheidung war keine Kurzschlussreaktion, sondern ein längerer Prozess“, erklärt Barletta in der Mitteilung des FCB, warum er seine Tätigkeit in Alzenau beendet. Der 47-Jährige erinnert sich insbesondere an die Saison 2022/2023, die der Verein auf dem zwölften Tabellenplatz beendete und die den „Vollblut-Trainer“ viel Kraft kostete. „Ich habe damals gemerkt, dass ich auf viele persönliche Widerstände gestoßen bin“, zielt der Ex-Profi speziell auf die Einstellung einiger damaliger Spieler ab. In der aktuellen Runde bekräftigten die Niederlagenserie vor der Winterpause und die damit einhergehende Verletztenmisere seine Entscheidung, heißt es. „Die schwere Verletzung von Justin Barry beim Spiel gegen Worms hat mir emotional stark zugesetzt und war der letzte ausschlaggebende Punkt“, so der Coach.

„Mindestens ein Jahr ohne Fußball“, so lauten nun die näheren Zukunftsvisionen von Angelo Barletta, der einige Anfragen habe, sich aber auch beruflich neu orientieren möchte. Sein gesamtes Wirken in Alzenau beschreibt der dreifache Familienvater als komplett sensationell. „Mir sind hier alle wirklich sehr ans Herz gewachsen. Es war für mich die schönste Zeit als Trainer.“ Bis zum letzten Tag wolle er sich mit Leidenschaft beim FCB engagieren, wenngleich ein Aufstieg angesichts der Verletzen-Misere, wo auch der Ex-Fuldaer Almir Ziga hinzuzählt, aktuell erstmal kein Thema mehr sei. „Aber wir werden alles in die Waagschale werfen“, wird Barletta zitiert. Zumindest hatte Alzenau im Winter auch personell reagiert und mit Niklas Meyer (links) und Lucas Sitter (rechts) zwei Offensive vom Agovic-Team Viktoria Aschaffenburg geholt.