Die Mitglieder der einzelnen Parteien waren auf dem Universitätsplatz voll im Wahlkampfmodus angekommen. Sie klärten die Menschen über die politischen Ziele ihrer Partei auf und gingen auf Fragen ein. „Ich war in den letzten Tagen mit vielen Menschen im Gespräch und man merkt, dass viele noch verunsichert sind, wen sie wählen sollen. Die Programme sind teilweise verwaschen, deswegen finde ich es sehr wichtig, dass die Partei, so wie wir als SPD, heute mit den Menschen noch einmal ins persönliche Gespräch kommen“, erklärte die SPD-Bundestagskandidatin Christine Fischer. Es sei wichtig, den Menschen ihre Sorgen zu nehmen und sie über komplexere Sachverhalte aufzuklären. „Es sind viele Halbwahrheiten im Umlauf, deswegen ist es ausschlaggebend mit den Menschen zu reden, sodass diese sich auch trauen alles zu fragen“, so Fischer.
„Politik ist immer Arbeit mit den Menschen und an den Menschen. Viele kommen hier bereits mit einer vorgefestigten Meinung an, trotzdem muss man für Gespräche da sei“, erzählte CDU-Landtagsabgeordneter Thomas Hering. Zudem sei es eine entscheidende Zeit, um noch letzte Impulse vor der Wahl zu setzten. „Wir wollen ganz präsent sein, um einfach wieder mehr den Menschlichen Kontakt herzustellen – Auge in Auge“, betonte er die Wichtigkeit der lokalen Präsenz. Auch der Bundestagsabgeordnete Michael Brand war am Samstag zugegen und führte angeregte Gespräche mit den Bürgern.
„Wir hoffen besonders Leute anzusprechen, die nicht sowieso schon grün wählen. Unser Ziel ist es in Gespräche mit nicht-Grünen zu kommen“, skizzierte der Schatzmeister des Fuldaer Grünen Kreisvorstands, Alexander Gepperth. Es gäbe viele Vorurteile, die in Gesprächen oft aufgeklärt werden könnten. Zudem berichtete er: „Wir haben in den letzten Wochen unglaublich viele neue Mitglieder erhalten. Man merkt, dass diese Wahl eine politische Weichenstellung sein wird.“
Auch die Freien Wähler waren mit einem Stand vor Ort vertreten. „Endspurt ist eigentlich erst in zwei Wochen, aber die Briefwahl geht jetzt los. Wir können nur motivieren dieses Instrument zu nutzten. Denn es darf keine Stimme verloren gehen“, erklärte der Spitzenkandidat Wilhelm Hartmann: „Der Zuspruch heute ist gigantisch. Die Leute nehmen sich Zeit, informieren sich und sind offen.“ Es sei zudem schön in den Gesprächen auch Zuspruch zu erhalten. „Ich will dazu appellieren, wählen zu gehen“, betonte Hartmann.
