Nachdem bekannt wurde, dass Gaul den Verein zum Sommer verlassen wird, stellte Künzells Funktionär Thorsten Parzeller den Kontakt zu Maikranz her. „Wir haben damals ein Jahr gemeinsam in der A-Jugend von Borussia Fulda zusammengespielt. Seitdem hatten wir losen, unregelmäßigen Kontakt“, erläutert Maikranz. Nach dem sich die Parteien aus Verein und Verantwortlichen ein paar Mal getroffen hatten, sagte der erfahrene Coach, der seit Sommer vereinslos ist, zu. „Nach den Gesprächen hatte ich ein gutes Gefühl vom Gesamt-Konstrukt“, so Maikranz, für den die Rahmenbedingungen, wie eine funktionierende Infrastruktur, viele helfende Hände und eine blutsjunge Mannschaft, in Künzell einfach passen würden.
Bevor der erfahrene Trainer aber selbst aktiv wird, möchte er erstmal seinem Vorgänger Gaul und dem Verein nach den Jahren der Zusammenarbeit den gebührenden Abschied geben. „Es ist wichtig, dass die Mannschaft und Marco sich auf die Arbeit konzentrieren und eine gute Runde spielen“, so Maikranz, der sich beim ein oder anderen Spiel bereits ein fußballerisches Profil seiner künftigen Spieler machen möchte. „Ich bin aktuell noch Zuschauer und möchte bescheiden und demütig da rangehen“.
Ein Ziel für die anstehende Aufgabe möchte Maikranz, wenn die Zeit gekommen ist, gemeinsam mit der Mannschaft und dem Verein benennen. „Ich hatte das Glück, ein paar Vereine in einer sehr guten sportlichen Phase begleiten zu können. Ich hätte nichts dagegen, wenn wir mit dem TSV Künzell ebenfalls eine sehr positive Phase haben“, so Maikranz, der an die Entwicklung der Mannschaft bei seinem Vorgänger anknüpfen möchte. „Es ist wichtig, dass ich die Spieler unterstützten und ein Teil der Entwicklung mitmachen kann. Ich möchte ein funktionierendes Rädchen im ganzen System werden und die Mannschaft inhaltlich sowie tabellarisch nach vorne bringen“, sagt der zukünftige TSV-Trainer.
