„Was kann man dagegen machen? Erstmal gar nix“, resigniert die Tanzschul-Betreiberin und fügt hinzu: „Das nimmt Ausmaße an. Das macht mir keinen Spaß mehr.“ Das Holodeck ist eine der Tanzschulen in Fulda, die unter der neuen Regelung, die am 1. Januar 2024 bereits in Kraft getreten ist, leiden müssen. Die Gema hat ihr Berechnungssystem geändert, was aktuell zu deutlich höheren Kosten für Betreiber führt. Während vorher noch nach Größe des Studios berechnet wurde, wird nun der Umsatz als Grundlage herangezogen. „Die Kosten sind so hoch, dass man ins Überlegen kommt, Dinge zu reduzieren“, sagt Klein. So müsste sie ihr Angebot runterfahren, um die Kosten für die Musiknutzung noch decken zu können. „Wir müssen ja wirtschaftlich arbeiten“, fügt sie an.
Nun versucht sie, wie viele andere Tanzschulen auch, beim Verband „WDTU“ angenommen zu werden. Dieser bietet Pauschalverträge an, um Betreiber zu entlasten. „Doch da ist halt auch die Frage, wie hoch ist der Mitgliedsbeitrag? Komme ich dann unterm Strich besser raus oder zahle ich drauf“, räumt die Tanzlehrerin ein und ergänzt: „Das ist nochmal eine Sache für sich da überall reinzuarbeiten.“
Klein will nicht aufgeben und weiterkämpfen, führt sie aus: „Wir lassen uns da nicht unterkriegen.“ Vielen anderen Tanzschulen, etwa den Kleineren setze das wesentlich mehr zu. „Wir sollen die überleben?“, fragt sich Klein und fordert: „Da muss gegen vorgegangen werden.“
