Zum Song „Break the Chain“ brachte Anna Feuerstein vom Studio 82 die Choreographie bei. Mit Begeisterung bewegten sich die Frauen und Kinder trotz des kühleren Wetters mit und erfreuten sich an der Aktion. Die Aktion lenkte die Aufmerksamkeit einiger Menschen auf sich, welche interessiert stehenblieben und Fotos machten. Katharina Roßbach, Leiterin des Frauenbüros der Stadt Fulda, bedankte sich bei den Anwesenden für ihre Teilnahme. Ziel der Aktion sei es, auf die Gewalt gegen Frauen hinzuweisen: „Oft in der Familie und zu Hause. Gewalt kann jede treffen.“ Sie erzählte besorgt, dass die Zahl der Gewalttaten gegen Frauen im vergangenen Jahr gestiegen sei. Auch die Tötungsdelikte hätten sich erhöht. „Wir wollen nicht mehr akzeptieren, dass Gewalt an Frauen Alltag ist“, machte Roßbach deutlich und appellierte an die Bevölkerung, sich solidarisch zu zeigen. Sie berichtete über den Fall von Gisèle Pelicot aus Frankreich, der international Schlagzeilen gemacht hatte. Pelicot war durch ihren Ex-Mann und zahlreiche andere Männer vergewaltigt worden, während sie betäubt war. Die Leiterin des Frauenbüros sprach sich dafür als, dass die „Scham“ beim Täter und nicht beim Opfer liegen müsse. Sie rief dazu auf, mit dem globalen Streik Kraft und Solidarität für Frauen zu zeigen. Im Anschluss kamen noch einige weitere Wortbeiträge, unter anderem vom Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) in Fulda. One Billion Rising ist eine weltweite Kampagne, die 2012 von Eve Ensler ins Leben gerufen wurde. Die Aktion fordert die Beendung von Gewalt gegen Frauen mit tausenden Events in bis zu 190 Ländern der Welt.
