Lokales FD 25.02.2025

FWG Eiterfeld äußert sich zu Baugebieten – Eklat in der Sitzung

Eiterfeld (pm/as) – In der jüngsten Sitzung der Gemeindevertretung der Marktgemeinde Eiterfeld wurde unter anderem die Haushaltssatzung für das Haushaltsjahr 2025 beraten und mehrheitlich mit den Stimmen der FWG- und SPD-Fraktion beschlossen.

Fotos: FWG Fraktion Eiterfeld

In den Haushaltsberatungen war man sich einig, dass eine Million Euro für den Badepark in diesem Jahr nicht benötigt werden. Hier möchte man die Planungen zunächst vorantreiben und für evtl. anfallende Bautätigkeiten stehen aus Vorjahren bereits 600.000 Euro zur Verfügung. Die FWG- und SPD Fraktionen brachten sodann gemeinsam einen Antrag ein, der das Ziel hatte, eine Millionen Euro für den 2. Bauabschnitt des Wohnbaugebietes „Östlich Eisenacher Weg“ im Kernort Eiterfeld bereitzustellen. Dieser Antrag führte zu Unverständnis und Ablehnung der CDU-Fraktion. „Die damit verbundenen langwierigen Diskussionen in der Haushaltssitzung können wir nicht nachvollziehen“, sagt der Fraktionsvorsitzende der Eiterfelder FWG Pascal Möller und erklärt weiter, dass im Kernort Eiterfeld seit mehreren Jahren kein gemeindlicher Bauplatz mehr zur Verfügung steht und sich die FWG-Fraktion für die infrastrukturelle Weiterentwicklung der Gemeinde einsetzen wird.

Yvonne Hohmann, stellvertretende Fraktionsvorsitzende und Mitglied im Bau-, Planungs- und Umweltausschuss stellt darüber hinaus richtig, dass derzeit lediglich 18 gemeindliche Bauplätze in vier Ortsteilen zur Verfügung stehen. Weitere fünf Bauplätze sind in privater Hand, auf die die Marktgemeinde keinen Einfluss hat, so Hohmann. „Wir sind eine Flächengemeinde mit 17 Ortsteilen. Es ist unser großes Bestreben, ein breitgefächertes Bauplatzangebot mit Weitblick für Bauwillige zu schaffen. Daher haben wir im Investitionsprogramm für die Jahre 2024-2028 auch beantragt, die Erschließungs- bzw. Planungskosten für Baugebiete in Großentaft und Ufhausen jeweils um ein Jahr auf die Jahre 2026 und 2027 vorzuziehen. Dieser Antrag sowie das Investitionsprogramm wurde allerdings von der CDU-Fraktion sowie Bündnis90/ Die Grünen abgelehnt.

„Baugebiete sind der Entwicklungsmotor unserer Gemeinde und das gleich in mehrfacher Hinsicht“, betonen die FWG-Fraktionsmitglieder. Die Investition in das Baugebiet wird durch den Verkauf von Bauplätzen in den kommenden Jahren zurückfließen. Darüber hinaus erhöht sich durch die Neuansiedlung der Bürger der Gemeindeanteil an der Einkommensteuer als zweitwichtigste Einnahmequelle der Kommune. Neue Mitbürger und junge Familien bereichern darüber hinaus die Kaufkraft vor Ort und unser gesellschaftliches Miteinander. „Die FWG-Fraktion wird sich daher weiterhin für die Schaffung neuer Baugebiete in den Ortsteilen stark machen, ohne dabei den Blick für solide und geordnete Finanzen zu verlieren“, betonen die Fraktionsmitglieder. Wir gehen davon aus, dass die Baunachfrage in den kommenden Jahren wieder anziehen wird und müssen daher unbedingt am Ball bleiben, da von der Planung über die Erschließung bis zur Veräußerung der Bauplätze mindestens ein Jahr vergeht “, so Möller abschließend.