Lokales FD 06.02.2025

Filmvorführungen in der Villa Walther – Nosferatu am Samstag

Fulda (pm/as) – In der Villa Walther, Paulustor 4 in Fulda, werden in den kommenden Tagen mehrere Filmklassiker präsentiert. Start ist jeweils um 14.30 Uhr. Die Vorführungen erfolgen im Rahmen der neuen Ausstellung Bildbaustoff. Los geht es am Samstag mit einer Präsentation von Nosferatu aus dem Jahr 1922.

„Nosferatu“ erzählt die Geschichte von Thomas Hutter (Gustav von Wangenheim), der nach Transsilvanien reist, um den Verkauf eines Hauses mit dem mysteriösen Grafen Orlok (Max Schreck) zu verhandeln. Er erkennt jedoch bald, dass Orlok ein Vampir ist. Bald darauf zieht dieser in Hutters Heimatstadt und verbreitet dort Angst und Schrecken.

Murnaus „Nosferatu“ gilt als einer der ersten und einflussreichsten Horrorfilme der Filmgeschichte. Der Film ist ein Pionier des Vampirgenres und hat die Darstellung von Vampiren im Kino nachhaltig geprägt. Murnaus große technische Raffinesse steht aufwühlenden, von großer Angst geprägten Themen gegenüber.

La Belle et la Bête

Der Film La Belle et la Bête aus dem Jahr 1946 wird am Samstag, den 15. Februar gezeigt. Jean Cocteaus "La Belle et la Bête" (1946) erzählt die romantische Geschichte von Bella (Josette Day), die sich freiwillig in die Gefangenschaft eines verwunschenen Biests (Jean Marais) begibt, um ihren Vater zu retten. Mit der Zeit entwickelt sich Liebe zwischen den beiden, was den Fluch bricht und das Biest in einen Prinzen verwandelt.

Filmhistorisch gilt Cocteaus Werk als Meilenstein des französischen Poetischen Realismus und als einflussreicher Beitrag zum Fantastischen Kino. Die innovative Nutzung von Licht, Schatten, und Spezialeffekten, wie die "lebenden" Objekte im Schloss, inspirierte nachfolgende Filmemacher und unterstreicht die künstlerische Verbindung von Film und Märchen.

Les Bas-Fonds

Interessierte können sich am Samstag, den 22. Februar Les Bas-Fonds aus dem Jahr 1936 in der Villa Walther anschauen. Basierend auf Maxim Gorkis gleichnamigen Stück von 1902 verlagert Renoir „Les Bas-Fonds“ in die französische Hauptstadt und schafft ein herausragendes Beispiel für die sozialkritische Phase des französischen Films der 1930er Jahre. Insbesondere Renoirs Fähigkeit, komplexe Charaktere in einem sozialen Kontext zu präsentieren, zeichnet den Film aus.

„Les Bas-Fonds“ spielt in einem Pariser Nachtasyl, in dem gescheiterte Existenzen Zuflucht suchen. Der Film konzentriert sich auf die Interaktionen zwischen den Bewohnerinnen und Bewohnern, die zwischen Hoffnung und Verzweiflung schwanken: Sie schließen Allianzen und beginnen Liebesbeziehungen, verraten und betrügen sich. Renoir thematisiert die sozialen Ungleichheiten und die Suche nach Spuren der Menschlichkeit mit großer Solidarität und Empathie.

Fantasia

In der Villa Walther ist am Samstag, den 1. März der Film Fantasia aus dem Jahr 1940 zu sehen. „Fantasia“ ist ein innovativer Animationsfilm der Walt Disney Studios, der erstmalig klassische Musik mit Animation kombiniert. Der Film besteht aus mehreren Segmenten, die verschiedene musikalische Stücke visuell interpretieren, darunter „Der Nussknacker“ von Pjotr Iljitsch Tschaikowski und „Die Moldau“ von Bed?ich Smetana. Jedes Segment erzählt eine eigene Geschichte, wobei die Animationen von den Klängen der Musik inspiriert sind.

„Fantasia“ revolutionierte die Animationskunst und stellte die Möglichkeiten des Mediums neu dar. Es war der erste Film, der synchronisierte Musik und Animation in solch einem Umfang kombinierte, was zu einer neuen Form des Erzählens führte. Der Film wurde sowohl für seine technische Innovation als auch für seine künstlerischen Ambitionen gelobt.

Die Vorführungen sind im regulären Eintrittspreis von sechs Euro beziehungsweise vier Euro ermäßigt enthalten, Personen bis einschließlich 25 Jahre erhalten freien Eintritt.