Bürgermeisterin Claudia Brandes informierte gemeinsam mit den Feuerwehrleuten der Wache in Petersberg über die Hintergründe der Maßnahme. Nach einem Brand bei der Feuerwehr in Stadtallendorf im Oktober, bei dem nach einem technischen Defekt eine komplette Wache den Flammen zum Opfer fiel, habe sich die Gemeinde Gedanken über die Prävention in den Feuerwehrfahrzeugen gemacht, erklärte Bürgermeisterin Brandes. „Durch die zunehmende Technik, wie beispielsweise Akkus, entstehen immer mehr Brandrisiken auch in den Feuerwehrautos“, so die Rathauschefin. Im Notfall solle das neue Frühwarnsystem schnell die Einsatzkräfte informieren und damit das Schlimmste verhindern. Dafür sind die Rauchmelder per Funk oder per WLAN mit der Einsatz-App der Feuerwehrkräfte verbunden, damit diese schnell einschreiten können, wenn es tatsächlich mal brennen sollte. „Beispielsweise kann der jeweilige Kollege das brennende Fahrzeug rausfahren und vor der Wache löschen. So kann ein schlimmerer Schaden verhindert werden“, erklärte Gemeindebrandinspektor Max Baumgartl.
Manuel Kirsch, stellvertretender Wehrführer der Feuerwehr in Petersberg, ist überzeugt von der Wirksamkeit der Rauchmelder. „Ein solches Frühwarnsystem hilft auf jeden Fall, den Schaden enorm einzudämmen“, erklärte der Feuerwehrmann, auf dessen Initiative hin die Gemeinde die Rauchmelder installiert hatte. Die Geräte lieferte übrigens ein Kollege: Marco Vogel, der hauptberuflich beim Unternehmen Sonepar Elektrogroßhandel Deutschland GmbH im Bereich Industrie- und Automatisierungstechnik tätig ist. Wie er berichtete, schlage das Thema „Rauchmelder in Feuerwehrautos“ im Landkreis Fulda gerade Wellen. „Wir hatten sehr viele Anfragen von verschiedenen Kommunen, Gemeinden und Feuerwehren“, erklärte er: „Viele wollen jetzt auch Rauchmelder in ihrem Fuhrpark installieren.“ Nach der Ausstattung des Fuhrparks der sechs Feuerwehren der Gemeinde sollen die Gerätehäuser mit Rauchmeldern ausgestattet werden, um dort mehr Sicherheit zu schaffen.
