Es war ein echter Kampf der Giganten, der jedem Finale eines Europe Top 16 würdig gewesen wäre. Nach fünf hart umkämpften Sätzen setzte sich im deutschen Achtelfinal-Duell Patrick Franziska mit 11:9 im Entscheidungssatz gegen Dimitrij Ovtcharov durch. Der entscheidende Ballwechsel bei 10:9 ging an Franziska, den Gewinner von 2021, obwohl der fünfmalige Sieger Ovtcharov in der langen, hochklassigen Rallye bereits den 10:10-Ausgleich vorzubereiten schien.
Patrick Franziska war nach der hochklassigen Begegnung, in der er gegen seinen Nationalmannschaftskollegen bereits mit 1:2 in Rückstand lag, glücklich über seinen Sieg: “Das war ein ungemein hohes Niveau von uns beiden. Gegen Dima ist es unglaublich schwer zu spielen – zum einen, weil wir uns gut kennen, zum anderen, weil er unglaublich zäh ist und immer dranbleibt. Wir sind gut befreundet, aber im Spiel muss man das für eine kurze Zeit ausblenden. Auch im letzten Ballwechsel war er eigentlich am Drücker. Ich bin happy über meine Performance und freue mich, jetzt im Viertelfinale zu stehen.“
Dimitrij Ovtcharov stand die Enttäuschung über das frühe Aus verständlicherweise ins Gesicht geschrieben: “Schade, dass wir schon im ersten Spiel gegeneinander antreten mussten. Ich bin in guter Form angereist. Ich denke, das habe ich in dem hochklassigen Match auch bestätigt. Es war ein gutes Spiel von uns beiden, in dem ich meine Chancen hatte – auch noch im fünften Satz. Gratulation an Patrick, der nach Rückstand einen starken Endspurt gezeigt hat.“ Auf Franziska wartet nun am Samstag im Viertelfinale um 16:05 Uhr ein Duell mit dem Olympiadritten Felix Lebrun (Frankreich), der sich gegen den EM-Zweiten Benedikt Duda knapp im Entscheidungssatz behauptete.
