Lokales FD 09.02.2025

Erneut Weidezäune zerstört – Wiegand besorgt: „Einfach traurig“

Eichenzell (as) – Zerstörte Weidezäune sorgen für Angst und Unverständnis: Bei Metzgermeister und Landwirt Hubertus Wiegand sind erneut Zäune an der Rinderweide aufgeschnitten worden. Er berichtet von der wachsenden Sorge für die Tiere und der ständigen Ungewissheit, ob diese nicht durch einen mutwillig geöffneten Zaun ausbrechen könnten. Wiegand bietet weiterhin 500 Euro Belohnung für Hinweise auf die Täter.

Archivfoto: Christine Görlich

Bereits im vergangenen Frühling hatte es Vorfälle an der Weide des Landwirts gegeben. Insgesamt sechs Mal hatten Unbekannte die Zäune aufgeschnitten, mehrmals seien im Anschluss Tiere ausgebrochen. Ruhe kehrte erst ein, nachdem Wiegand die Zäune unter Strom gesetzt und eine Wildtierkamera installiert hatte. Der Frieden sei vor einigen Tagen nun jäh unterbrochen worden. Erneut seien im hinteren Bereich der Weide mutwillig Koppelzäune aufgeschnitten worden: „Es ist einfach verrückt.“ Einige Mitbürger auf dem nahegelegenen Radweg hatten Schäden am Zaun gesehen und den Metzgermeister informiert. Die Weide stehe aktuell leer, da die Tiere im Stall überwintern. Der Landwirt fürchtet aber weitere Vorfälle im Frühjahr, bei dem die Rinder womöglich ausbrechen könnten. Die Fläche liege nicht weit von Bahngleisen und vielbefahrenen Straßen, wo es zu Unfällen kommen könne: „Du hast kaum eine Chance die Tiere zu kriegen, wenn die erstmal rennen.“

Wiegand gibt an, dass er den neuen Vorfall bereits der Polizei gemeldet habe. Er schätzt, dass es sich um die gleichen Täter wie im vergangenen Jahr handelt, weil das Vorgehen gleich sei: „Die wissen schon Bescheid.“ Der Tierhalter bietet zusätzlich 500 Euro Belohnung für Hinweise, wer hinter den Aktionen stecke. Er kann sich das Verhalten nicht erklären: „Was denken die sich? Sie machen alles nieder.“ Der Landwirt halte die 18 Rinder artgerecht und biete ihnen auf der 3,5 Hektar großen Weide viel Auslauf. Wenn er die Tiere künftig aus Sorge nicht mehr aus dem Stall lassen könne, sei dies ein herber Rückschlag: „Das ist einfach traurig.“ Die Ungewissheit belaste ihn sehr: „Du schläfst nur noch unruhig.“ Einige Landwirte in der Region hätten nach solchen Vorfällen bereits die Weidehaltung komplett aufgegeben.

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