osthessen-lady.de 05.02.2025

Die Zukunft ist weiblich – LaDIES & DAS nun auch in Fulda

Fulda (aw) – Sich vernetzen, sich gegenseitig inspirieren, um sich so gemeinsam voranzubringen: in dem Talkformat LaDIES & DAS der CDU, das am Dienstagabend in der Alten Schule stattfand, wurde der Fokus auf vier starke, weibliche Persönlichkeiten der CDU Hessen gelenkt und dabei nicht nur auf ihre politische Karriere und die anstehende Bundestagswahl eingegangen, sondern auch auf ihren Alltag und auf ihre ganz persönlichen Wünsche. Zu Gast auf dem Podium waren mit Diana Stolz, Ines Claus, Anna-Maria Bischof und Ann Kathrin Linsenhoff vier echte Powerfrauen.

Von links: Diana Stolz, Anna-Maria Bischof, Ann Kathrin Linsenhoff, Ines Claus und Moderatorin Katja Gehrmann. Foto: Anna Weißenberger

Nette Gespräche, gutes Essen und das ein oder andere Kaltgetränk: schon vor dem offiziellen Beginn des Formats war die Stimmung in der beliebten Bar ausgezeichnet. Nachdem Frederik Schmitt, erster Kreisbeigeordneter des Landkreises Fulda, die zahlreichen Gäste kurz begrüßt hatte, übernahm Moderatorin Katja Gehrmann das Mikrofon und freute sich über die zahlreichen Gäste: „LaDIES & DAS ist ein tolles Format, dass sich während der Landtagswahl 2023 herauskristallisiert hat. Wir kennen es auch von Anfang an nicht anders, als einen vollen Saal vor uns zu sehen, diese positive Rückmeldung freut uns wirklich sehr.“ Es gehe dabei nicht nur um die Politik an sich, sondern im Wesentlichen darum, wie Politikerinnen Politik, Alltag und Familie unter einen Hut bekommen.

Diana Stolz, Hessische Ministerin für Familie, Senioren, Sport, Gesundheit und Pflege, habe eine besondere Beziehung zu Fulda. „Ich komme immer wieder gerne nach Fulda, zum einen, weil Dr. Heiko Wingenfeld mein Lieblings Oberbürgermeister in Hessen ist, aber zum anderen auch, weil ich eine kommunale Vorgeschichte habe.“, erklärte sie. Auf die Frage der Moderatorin, inwiefern sie durch weibliche, politische Persönlichkeiten in der Vergangenheit beeinflusst wurde, antwortete sie: „Der Liebe wegen bin ich an die Bergstraße gezogen, wo ich die Politik weiter mitgestalten wollte.“ Sie habe sich also trotz großer, vor allem männlicher Konkurrenz zur Wahl gestellt. „Als ich dann nicht in den Kreistag gewählt wurde, gab es für mich zwei Optionen: Raus aus der Politik oder jetzt erstrecht. Mich haben aber die ehemalige Bürgermeisterin und eine weitere CDU-Politikerin so darin bestärkt, dass ich dabeigeblieben bin.“

CDU-Fraktionsvorsitzende im Hessische Landtag, Ines Claus, die einen Tag zuvor am Bundesparteitag in Berlin teilnahm, erzählte anschließend von ihren Eindrücken des vergangenen Tages, vor allem unter den Gesichtspunkten der bevorstehenden Bundestagswahl: „Es war ein guter Bundesparteitag und man hat ausnahmslos in entschlossene, motivierte Gesichter geblickt.“ Als Mutter habe sie nach Solingen, Magdeburg und Aschaffenburg auch viele Gespräche mit anderen Familien geführt, deren Reaktionen sie zum Nachdenken brachten. „Gerade Familien brauchen Antworten und Friedrich Merz hat nach Solingen den anderen Parteien die Hand gereicht, um diese Antworten zu finden.“, erklärte sie und versprach zum Schluss: „Egal wie die Wahl ausgehen wird, wir werden nie mit der AfD zusammenarbeiten, nicht heute, nicht morgen, nicht in der Zukunft.“

Im Gespräch mit Generalsekretärin und Bundestagskandidatin Anna-Maria Bischof lenkte Moderatorin Katja Gehrmann den Fokus wieder auf ihre Rolle als Mutter. Bischof erzählte: „Ich bin Mutter eines zweijährigen Sohnes und habe das Glück, dass mein Mann mir voll und ganz den Rücken stärkt und seine eigene Karriere hintenanstellt.“

Mit Ann Kathrin Linsenhoff lud man eine echte Allrounderin ein, denn sie ist nicht nur Olympiasiegerin im Reitsport und Leiterin eines Gestüts, sondern auch Tierärztin und mittlerweile Schatzmeisterin der CDU Hessen. Sie erzählte von ihren Erfahrungen und wie sie als Frau berufliche Benachteiligung erlebt habe. „Im Reitsport sieht man den Unterschied von Mann und Frau nicht. Aber mach meiner aktiven Karriere war sollte ich in einem Sportverband Vorsitzende werden. Da die Sportwelt aber noch von Männern dominiert wurde, kamen die nicht damit klar, dass ich auch eigene Ansichten hatte. Ich wollte nicht nur Gesicht sein, sondern auch gestalten.“

 

Ladies & das in Fulda. Fotos: Anna Weißenberger