Im November, vor ziemlich genau drei Monaten, wollte der TTC Maberzell den Einzug uns Pokal Final Four klarmachen, scheiterte aber in der Hubtex-Arena dramatisch mit 2:3 am SV Werder Bremen. Seither lief es bei den Norddeutschen nicht unbedingt berauschend, im Halbfinale war Schluss, in der Bundesliga liegen die Bremer auf Platz sieben. Maberzell steht weiterhin auf dem vierten Rang, hat nun aber eine richtungsweisende Woche mit Spielen in Bremen am Dienstag und zuhause gegen Bergneustadt am Freitag vor sich.
„Das sind direkte Konkurrenten um die Playoff-Plätze, also ganz wichtige Spiele“, weiß Maberzells Präsident Stefan Frauenholz, der aber nicht nur an die Pokalpleite zurückdenkt, sondern auch an das Bundesliga-Hinrundenspiel: Dort konnte der TTC die Bremer mit 3:0 knacken. Aber Vorsicht: „Sie haben zwei ganz starke Spieler dabei, die können die Spiele alleine entscheiden“. Frauenholz meint Mattias Falck und Kirill Gerassimenko. Falck steht bei einer 11:8-Saisonbilanz, Gerassimenko bei 14:9.
Doch die Maberzeller wollen sich nicht verstecken und den Sieg im Norden mitnehmen: Natürlich soll Dimitrij Ovtcharov wieder eine große Rolle spielen, der seit einigen Tagen aus Singapur zurück ist. Beim 1,5-Millionen-Dollar-WTT-Turnier Singapore Smash scheiterte der Maberzeller Star vergangene Woche am Weltranglistenvierten Liang Jingkun, der später Zweiter wurde, nach vergebenen Matchbällen mit 13:15 im Entscheidungssatz. Dafür war aber Maberzells Taiwanese Cheng-Jui Kao in Singapur umso erfolgreicher: Im Doppel holte er mit seinem Partner die Silbermedaille, im Einzel kam er bis ins Achtelfinale, schlug auf dem Weg dorthin aber das französischen Supertalent Felix Lebrun. Allerdings: Der Flug aus Singapur zum Bundesliga-Spiel ist knapp bemessen. „Wir hoffen, dass er rechtzeitig da ist“, hofft Frauenholz auf einen Kao-Einsatz in Bremen.
