Bremen auf Kurs – Bad Homburg bleibt trotz Krise erstklassig
Gleich im ersten Einzel setzte Mattias Falck ein klares Zeichen. Gegen den ungarischen Youngster Csaba Andras diktierte der schwedische Routinier von Beginn an das Geschehen und machte deutlich, dass Bremen an diesem Abend keine Geschenke verteilen würde. Mit seiner kraftvollen Vorhand kontrollierte Falck die ersten beiden Sätze souverän (11:8, 11:6). Andras kämpfte sich im dritten Durchgang mit einem knappen 11:9 zurück, doch Falck bewahrte die Ruhe und machte mit 11:9 im vierten Satz den ersten Bremer Punkt perfekt.
Das zweite Einzel zwischen Andrei Putuntica und Kristian Karlsson entwickelte sich zur spannendsten Begegnung des Abends. Putuntica startete furios, diktierte das Tempo und sicherte sich die ersten beiden Sätze. Doch Karlsson, kämpfte sich zurück, wehrte im dritten Satz einen Matchball ab und erzwang mit zwei Satzgewinnen den Entscheidungsdurchgang. Dort erwischte Putuntica den besseren Start, behielt die Nerven und sicherte mit einem 11:7 den zweiten Punkt für Bremen (11:6, 11:9, 11:13, 7:11, 11:7).
Mit der komfortablen 2:0-Führung im Rücken hatte Kirill Gerassimenko die Gelegenheit, den Bremer Sieg frühzeitig perfekt zu machen. Gegen Yuma Tsuboi ließ der Kasache von Beginn an keinen Zweifel aufkommen und dominierte die ersten beiden Sätze klar. Tsuboi gelang es im dritten Durchgang, mit einer starken Phase zu verkürzen, doch Gerassimenko ließ sich nicht aus dem Konzept bringen und sicherte mit einem souveränen 11:6 im vierten Satz den entscheidenden dritten Punkt (11:4, 11:5, 5:11, 11:6).
Mit diesem klaren 3:0-Erfolg sammelt der SV Werder Bremen wichtige Punkte und behauptet sich weiter in der oberen Tabellenhälfte. Für den TTC OE Bad Homburg hingegen bleibt die Lage in der Abstiegszone unverändert. Sportlich kämpfen die Hessen weiter gegen den Abstieg, doch unabhängig vom Tabellenstand steht bereits fest: Bad Homburg kann auch in der kommenden Saison in der TTBL spielen, da kein Zweitligist den Aufstieg anstrebt.
Siegesserie beendet: Bad Königshofen gewinnt in Ochsenhausen
Acht Siege hatten die TTF Liebherr Ochsenhausen seit dem Jahreswechsel wettbewerbsübergreifend aneinandergereiht, dabei den Triumph im Deutschen Tischtennis-Pokal gefeiert und mit sechs Erfolgen in Serie die Tabellenführung in der Tischtennis Bundesliga (TTBL) übernommen. Am 18. Spieltag kassierten Hugo Calderano und Co. nun erstmals wieder eine Niederlage. Der TSV Bad Königshofen setzte sich am Donnerstagabend mit 3:2 in Ochsenhausen durch und kann nun schon fast mit der erneuten Play-off-Teilnahme planen.
Mit 26:10 Punkten scheint Bad Königshofen einen Platz in den Top vier sicher zu haben. Der Vorsprung auf den fünftplatzierten 1. FC Saarbrücken TT (20:16) beträgt vier Spiele vor dem Ende der Hauptrunde bereits sechs Zähler. Auch Ochsenhausen bleibt auf Play-off-Kurs: Zwar büßten die TTF die Tabellenführung ein, da Borussia Düsseldorf das Parallelspiel gegen den TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell mit 3:2 gewann. Mit ebenfalls 26:10 Punkten haben aber auch die Schwaben den Sprung ins Halbfinale vor Augen.
„Die Niederlage ist bitter“, sagte Ochsenhausens Hugo Calderano im Anschluss. „Aber Bad Königshofen ist ein starker Gegner, sie haben sich den Sieg verdient. Hoffentlich können wir am Sonntag ein paar Kleinigkeiten besser machen und wieder einen Sieg holen.“ Bad Königshofens Bastian Steger erklärte: „Unsere mitgereisten Fans haben uns nach vorne gepeitscht. Wir wussten, dass es ein extrem schwieriges Spiel wird, schließlich hat Ochsenhausen eine absolute Top-Mannschaft. In Ochsenhausen zu gewinnen, zeichnet uns als Mannschaft aus.“
Entscheidend für die Gäste waren zwei Faktoren. Zum einen die Nervenstärke von Jin Ueda: Der Japaner verspielte zunächst im dritten Satz fünf Matchbälle gegen Simon Gauzy, ließ sich davon aber nur kurz verunsichern. Mit dem 3:2 (11:8, 11:6, 12:14, 7:11, 11:8) gegen den Franzosen stellte Ueda auf 1:1. Das Auftakteinzel hatte Calderano gegen Martin Allegro mit 3:1 (11:13, 11:6, 11:8, 11:6) zugunsten der TTF entschieden. Zweiter Erfolgsfaktor war das Doppel: Steger und Allegro benötigten ein paar Ballwechsel, um in Fahrt zu kommen, hatten das Match gegen Tiago Abiodun und Leonardo Iizuka dann aber im Griff und gewannen 3:0 (13:11, 11:6, 11:4). Zuvor hatte Steger bereits das Einzel gegen Iizuka mit 3:1 (13:11, 11:13, 11:6, 11:9) gewonnen. Das Spitzeneinzel gewann Calderano mit 3:1 (11:5, 9:11, 11:4, 11:9) gegen Ueda.
SV Werder Bremen – TTC OE Bad Homburg 3:0
Mattias Falck – Csaba Andras 3:1 (11:8, 11:6, 9:11, 11:9)
Andrei Putuntica – Kristian Karlsson 2:3 (11:6, 11:9, 11:13, 7:11, 11:7)
Kirill Gerassimenko – Yuma Tsuboi 3:1 (11:4, 11:5, 5:11, 11:6)
TTF Liebherr Ochsenhausen – TSV Bad Königshofen 2:3
Hugo Calderano – Martin Allegro 3:1 (11:13, 11:6, 11:8, 11:6)
Simon Gauzy – Jin Ueda 2:3 (8:11, 6:11, 14:12, 11:7, 8:11)
Leonardo Iizuka – Bastian Steger 1:3 (11:13, 13:11, 6:11, 9:11)
Hugo Calderano – Jin Ueda 3:1 (11:5, 9:11, 11:4, 11:9)
Tiago Abiodun/Leonardo Iizuka – Martin Allegro/Bastian Steger 0:3 (11:13, 6:11 4:11)
Tabelle:
1 | Borussia Düsseldorf | 18 | +21 | 28:08 |
2 | TTF Liebherr Ochsenhausen | 18 | +17 | 26:10 |
3 | TSV Bad Königshofen | 18 | +12 | 26:10 |
4 | TTC Fulda-Maberzell | 19 | +10 | 24:14 |
5 | 1. FC Saarbrücken | 18 | +6 | 20:16 |
6 | TTC Schwalbe Bergneustadt | 18 | +5 | 18:18 |
8 | SV Werder Bremen | 17 | 0 | 16:18 |
7 | ASV Grünwettersbach | 18 | -13 | 16:20 |
9 | Borussia Dortmund | 18 | -5 | 14:22 |
10 | Post SV Mühlhausen | 18 | -15 | 12:24 |
11 | OE Bad Homburg 1987 | 18 | -16 | 10:26 |
12 | TTC Zugbrücke Grenzau | 18 | -22 | 06:30 |
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