„Ich fühle mich schon bedeutend wohler als am Anfang noch. Es ist sehr anstrengend, aber es macht nach wie vor extrem viel Spaß“, sagt Peuster, die am 5. April gegen Finja Happe im Ring stehen wird. Im Boxplatz von Mario Dimitroff in Dirlos bereitet sich die Frau aus Bad Salzschlirf vor, musste zuletzt aber das eine oder andere Mal pausieren. „Die Erkältung wollte einfach nicht weggehen, Mario musste mich sogar mal heimschicken, weil ich mich ausruhen sollte und trotzdem wiedergekommen bin. Da habe ich ihn etwas zur Weißglut getrieben“, schmunzelt Peuster, spricht aber nur lobend über Dimitroff: „Er ist der beste Trainer, den ich mir wünschen könnte. Er ist sehr perfektionistisch, aber ich tue, was ich kann“.
Mario Dimitroff gibt das Lob wiederum direkt zurück: „Die Fortschritte bei ihr sind klar erkennbar. Sie war zwar jetzt ein paar Tage mal zuhause, aber ich bin sehr zufrieden. Sie versucht genau das umsetzen, was ich sage, und das nicht nur in der Stunde bei mir, sondern auch zuhause“. Dabei spricht der Coach von Joggen, Seilspringen, Kraft- und Ausdauerübungen, die Peuster gut unterbekommt: „Man versucht es so viel es geht, neben dem Job, im Alltag und anderen Dingen. Ich kann das aber gut arrangieren, habe einen Chef, der hinter mir steht, und auch privat sehr viel Unterstützung“, sagt die Kämpferin.
Doch auch das Kribbeln steigt weiter, der große Tag nähert sich. Beim vierten Battle of Barock wird nicht im Training geboxt, sondern vor gut 3000 Menschen. „Das ist was ganz anderes. Beim Sparring ist jeder Weltmeister, aber da musst du begreifen, was passiert und dass du auch auf die Schnauze bekommen kannst. Wenn du nicht vorbereitet bist, verlässt es dich“, sagt Dimitroff, der seien Schützlinge auch mental auf den Kampf vorbreitet: „Wichtig ist, dass es im Kopf ankommt“. Auch Peuster ist das bewusst, allerdings ist spricht sie offen über die Aufregung, die erst noch kommen wird: „Jeder von uns Kämpfern kann sagen: Das kriege ich hin. Aber in dem Moment kriegt jeder weiche Knie. Da kann man noch so viel versuchen“.
Versucht umzusetzen hat Dimitroff wiederum den „väterlichen Rat“ von Trainer-Kollege Sergej Braun: „Er sagte ja, wir sollen uns warm anziehen. Dafür muss ich ihm noch danken, das haben wir gemacht. Bei der Witterung ist das wichtig, wir wollen ja gesund zur Siegesfeier kommen“, schmunzelt der alte Hase.
Insgesamt (inklusive der beiden Amateur-Fights) 19 Kämpfe sind beim vierten Battle of Barock am 5. April geplant. Viele große Namen in der Szene sind dabei, darunter natürlich auch Gastgeber Sergej Braun selbst, der am späten Abend in den Ring steigen wird und die Massen begeistern will. Karten gibt es im Brauns Gym, Sporthaus im Kohlhäuser Feld, Nahkauf Franz Petersberg und Goldene Nadel Fulda. Online-Tickets gibt es hier: https://www.eventim.de/eventseries/battle-of-barock-iv-presale-esperantohalle-fulda-3795731/
