Fußball 05.02.2025

B-Juniorinnen – MSG mit jüngerem Jahrgang für die Zukunft gewappnet

Gläserzell/Pilgerzell (jk) – Die MSG Gläserzell/Pilgerzell ist das Aushängeschild für den Mädchenfußball in Osthessen. Jährlich bringen die B-Juniorinnen talentierte Spielerinnen hervor, die sich in den höheren Ligen etablieren. In der Saison 2024/2025 tritt die MSG mit so vielen jungen Spielerinnen in der B-Juniorinnen-Hessenliga an, wie seit langem nicht mehr. Für die Zukunft ist damit bestens gesorgt.

Foto: Privat.

Seit September 2023 gehören Matthias Erlebach und die ehemaligen Spielerin Nina Back zum Trainerteam der MSG. Ab dieser Saison gesellte sich mit Torsten Steinert ein sehr erfahrener Mädchentrainer dazu und unterstützt das Trainerteam mit seiner Expertise. „Federführend macht es der Matthias. Ich unterstütze ihn dabei“, erläutert Steinert. Nach zwölf Spielen in der B-Juniorinnen-Hessenliga überwinterte die MSG auf dem fünften Tabellenrang. Besonders der Saisonstart brachte die Nachwuchsspielerinnen in eine gute Position.

Mit Blick auf die Ergebnisse kommen schnell die Stärken der Osthessinnen zum Vorschein. In fünf von zwölf Spielen erzielte die MSG mehr als fünf Treffer. Bei Ebsdorfergrund feierte das Team ein 9:1, gegen Klein-Linden ein 7:2 und gegen Sprendlingen (9:2) und Hessen Kassel (13:2) schossen sie ihre Gegner gleich zweimal in Folge vom eigenen Platz. Somit stellt Gläserzell/Pilgerzell mit 53 erzielten Toren die beste Offensive der Liga, dicht gefolgt von Dortelweil und Kickers Offenbach auf den ersten beiden Tabellenrängen. „Wir haben bisher eine sehr gute Saison gespielt“, freut sich Steinert.

Der Grund für die starke Hinrunde liege an der sehr frühen Vorbereitung. Die MSG trainierte beinahe die gesamte Sommerpause durch, anders als in den Jahren zuvor. So war die Mannschaft zum Saisonauftakt fitter und besser vorbereitet als die meisten Kontrahenten. Besonders bei den Osthessinnen in diesem Jahr sind die vielen Jahrgänge: Insgesamt vier (2008/2009, 2010/2011) an der Zahl. Aus dem Kader von 20 Spielerinnen gehören lediglich zwei Spielerinnen dem älteren Jahrgang an und verlassen die MSG am Ende der Saison Richtung Frauen. Der Rest des Teams sei jünger und bleibe dem Nachwuchsteam noch erhalten. „Die meisten könnten noch in der C-Jugend spielen“, so Steinert. Ein Novum in der Liga. „Die Topteams spielen alle mit dem älteren Jahrgang und können es mehr kompensieren“, erklärt der Coach. Daher seien die Mannschaften auch deutlich besser eingespielt als die MSG. Doch der Trainer sehe die große Anzahl junger Spielerinnen als großen Gewinn. „Wir müssen ihnen Zeit geben. Wir hatten aber bislang nur ein schlechtes Spiel“, erinnert sich Steinert. Bis auf die Partie in Nieder-Ramstadt (0:2) spielte die MSG gut auf und überzeugte das Trainerteam. „Das war eine verdiente Niederlage. Dort ist alles zusammengekommen. Der Rest hätte nicht sein müssen“.

Seit Mitte Januar rollt der Ball wieder. Zuvor nahm die MSG an einem C-Junioren-Hallenturnier teil und spielte unter anderem gegen die Nachwuchsteams wie Petersberg aus der Verbandsliga. „Wir haben zwar unsere Spiele verloren, waren aber nicht unzufrieden. Wir haben eben Lehrgeld bezahlt“, so Steinert. Einmal in der Woche gehe es in der Vorbereitung in die Halle. Die restlichen Einheiten werden auf Rasen- beziehungsweise Kunstrasen abgehalten. Ein Highlight-Testspiel wartet noch am 16. Februar bei der U16 von Arminia Bielefeld. Das Ziel der Restrunde sei klar: „Wir wollen da anknüpfen, wo wir aufgehört haben“, nimmt das Trainerteam den vierten bis fünften Tabellenplatz ins Visier.