„Es war wie jedes Jahr ein voller Erfolg“, zieht Marborns Trainer Oliver Glaschke sein Resümee. Während es beim ersten Mal noch vier Tage waren und die Verantwortlichen testen wollten, ob die Organisation und alles drumherum überhaupt klappt, wurden die Reisen jedes Mal um einen weiteren Tag verlängert. So drehte sich bei den 19 Spielern und dem Trainerteam diesmal von Dienstag bis Sonntag vergangene Woche sechs Tage lang alles rund um den Fußball.
Nach der Anreise stand eine Krafteinheit auf dem Programm. Von Mittwoch bis Freitag rief Glaschke dann dreimal täglich auf den Platz. Bei einer derartig engen Trainingsplanung achtete der Trainer besonders auf die Erholung sowie die Belastungssteuerung seiner Spieler. „Ein Trainingslager ist immer sehr intensiv, deswegen haben wir vor allem im taktischen Bereich etwas gemacht. Auch im Passspiel und an der Ballannahme und -mitnahme haben wir gearbeitet“, erklärt Glaschke. Der letzte Tag vor der Abreise stand ganz unter dem Motto Teambuilding. Nach einer kurzen Mobilitätseinheit wurde entweder gemeinsam Bundesliga geschaut oder am Strand entlang flaniert. Dabei spielte das Wetter in Spanien wie in den vergangenen Jahren mit. „Die Temperaturen waren überragend für Fußballer“.
Der Großteil der mitgereisten Spieler stammt aus der ersten Mannschaft, einige fuhren aber auch aus der Reservemannschaft mit. Dabei stehe es jedem selbst frei, mitzukommen. Viele müssen dafür extra Urlaub nehmen oder sich einen Tag von der Schule freistellen lassen, wie der Coach erläutert. Zudem komme auf jeden Teilnehmer eine Eigenleistung in Höhe von 250 Euro zu, auch wenn die Spieler die Unterkunft mittlerweile übernommen bekommen. „Als Trainer aber auch Organisator bin ich sehr stolz drauf, wie der Verein das alles aufgestellt bekommt“, zeigt sich Glaschke begeistert.
Nicht nur in Osthessen schlägt die SG Marborn mit dem Trainingslager in Marbella für Schlagzeilen. Auch vor Ort sorgten die Fußballer für Aufsehen. Das Feedback aus der spanischen Großstadt war sehr gut. „Viele Leute kamen zu uns und haben gefragt, wie wir das alles machen und organisieren. Wir sind in Marbella schon bekannt“, schmunzelt der Coach. Vor zwei Jahren flogen damals 15 Spieler mit in Trainingslager an der Costa del Sol. Organisiert wird der Trip von Glaschke selbst, der privat schon einige Male in Marbella war und so einige Kontakte hergestellt hat. Eine große Unterstützung ist aber ein ehemaliger Spieler von Marborn, der vor einigen Jahren dorthin ausgewandert war. „Er hilft uns sehr mit dem Buchen von Restaurants, dem Hotel, den Plätzen und vieles mehr“, sagt Glaschke. „Ich bin schon ein wenig stolz darauf, weil ich viel Zeit in die Organisation stecke“, fügt der Trainer an. Gas geben wird die SG Marborn aber auch in der Rückrunde: Als Tabellen-13. der A-Liga Schlüchtern steht bis zum Sommer ein harter Kampf bevor.
