Fußball 02.02.2025

A-Liga Fulda/Rhön – Gruber empfiehlt Nachfolger: Jäger nach Motten

Motten (pf) – Beim Tabellenführer der Fußball-A-Liga Fulda/Rhön gibt es im Sommer einen Trainerwechsel: Marius Gruber legt das Amt auf eigenen Wunsch nieder, auf ihn folgt Michael Jäger, der lange Jahre erfolgreich in Kerzell und Pilgerzell oder als Stützpunktcoach trainierte und in Bayern kein Unbekannter ist.

Michael Jäger trainiert ab Sommer den SC Motten/Kothen. Foto: Manfred Völler

Marius Gruber war anfangs nur als Interimstrainer angedacht, doch das Ganze wurde zu einer Erfolgsgeschichte, die den SC Motten/Kothen in dieser Saison auf Platz eins der Rhöner A-Liga beförderte, zumindest über die Winterpause. Doch schon in der Hinrunde teilte Gruber dem Verein mit, im Sommer als Trainer aufhören zu wollen. Während der Hinrunde sei dies passiert, so der Vorstand, quasi parallel im Herbst hatte sich der TSV Pilgerzell von Michael Jäger getrennt.

„Er kommt ja hier aus der Ecke, der Vater von Marius kennt ihn privat und Marius selbst hatte sich gewünscht, dass er sein Nachfolger wird“, heißt es aus de Reihen des SCM-Vorstands. Der aktuelle Coach gab also selbst den Tipp, dann informierte sich der Verein, erkundigte sich bei ehemaligen Spielern und kontaktierte schließlich Jäger selbst. „In zwei, drei Gesprächen“ sei die Entscheidung dann zügig gefallen, freuen sich die Mottener, die vom neuen Trainer schwärmen: „Er hat sich nicht selbst verkauft. Er war total interessiert, wie die Vereine hier zusammengewachsen sind, wie die Jugend aufgestellt ist, wie die Jungs drauf sind, welche Trainingsmöglichkeiten es gibt. Das waren Kleinigkeiten, aber das hat uns imponiert“.

Unabhängig der Liga wird Jäger also im Sommer in Motten anheuern, doch mittelfristig soll es in die Kreisoberliga gehen. Besonders, weil demnächst viele Jugendspieler aufrücken, daher soll auch die Reserve in die B-Liga aufsteigen. Ein Muss seien die Aufstiege sofort nicht, so der Vorstand, doch das Ziel ist klar. Und auch Gruber, für dessen Entscheidung der Verein vollstes Verständnis aufgebracht hat, ist weiterhin Teil der Mannschaft und spielt künftig unter Jäger. „Wir hatten eigentlich gedacht, dass wir ihm als Trainer in zehn Jahren mal eine Statue bauen können“, flachst der Vorstand. Das könnte aber auch so passieren, wenn unter Grubers Leitung schon in dieser Saison der große Wurf gelingt.