Hockey 05.02.2025

4. Verbandsliga – Punktlose Saison: Ziele sollen klarer definiert werden

Fulda (jk) – Der Fuldaer Hockeyclub startete erst vor wenigen Monaten in die Saison der 4. Verbandsliga der Herren. Nach gerade einmal zwei Spieltagen mit insgesamt fünf Partien musste der FHC schon wieder in die Pause. Am Ende stand eine katastrophale Ausbeute von null Punkten zu Buche. Trainer John Paul Sanico ärgert sich über die schlechte Saison und gibt einige Einblicke in die Zukunft des Vereins.

Foto: Christine Görlich.

Bereits vor dem Saisonstart stand die Ligateilnahme auf der Kippe. Personalsorgen plagten den Fuldaer Hockeyclub, nicht nur in der abgelaufenen Saison. Kurz vor dem Saisonstart kamen dann doch noch Zusagen von einigen Spielern, sodass der Meldung mehr im Weg stand. Ganz anders verlief es bei zwei Ligakonkurrenten, die kurz vor dem Start die Reißleine ziehen mussten und ihre Teilnahme zurückzogen.

Aus diesem Grund wird der FHC auch in der kommenden Saison in der 4. Verbandsliga antreten, trotz einer punktlosen Spielzeit. „Wir haben uns mehr erhofft“, hadert Sanico dennoch mit dem letzten Platz. Dabei sah es zum ersten Spieltag gegen den HC Kassel II (1:3) und den 1. Hanauer THC III (4:7) ganz anders aus. „Gegen die hätten wir auch gewinnen können. Personell waren wir aber dünn besetzt“, erklärt der Coach. Zwischenzeitlich stand dann auch Vorsitzender Udo Martin mal aus Personalnot im Tor, es gab ein 0:15 gegen den Wiesbadener THC III.

Beim zweiten Spieltag wollten die Fuldaer es zuhause dann wieder wettmachen und endlich etwas Zählbares einfahren. Doch der MTV Kronberg (1:6) und der RSC Wiesbaden (1:8) machten den Barockstädtern einen Strich durch die Rechnung. „Zuhause dachten wir eigentlich, dass wir punkten konnten, wollten und müssten“, so Sanico, der sich am Ende über die beiden abgemeldeten Teams glücklich schätzen konnte und Fulda nicht abstieg. „Wir hoffen, dass wir zur nächsten Saison nochmal klarer auf die Ziele schauen werden“, erwartet er.

Die Personalsorgen sollen mit genügend Werbung bereinigt werden. „Es gibt viele Leute, die in Fulda studieren und Hockey spielen“, erklärt Sanico und hofft, in Zukunft nicht mehr auf „die B-Mannschaft ohne Training“ zurückgreifen zu müssen. Falls die Fuldaer zur nächsten Spielzeit keine Mannschaft stellen können, würde der Coach Fulda verlassen, um weiter spielen zu können. Die ersten Angebote von Ligakonkurrenten gebe es bereits. „Mein Fokus liegt aber klar in Fulda. Ich bin hier gebunden und fühle mich in Fulda wohl“.

Der FHC kann sich in den kommenden Jahren immerhin auf einige Spieler aus den Nachwuchsteams freuen, auch wenn es bislang mehr Mädchen als Jungs seien, so der Trainer. Der Zuwachs an neuen Jugendspielern ist in den vergangenen Wochen und Monaten enorm angestiegen. Bis zu 18 Jugendliche mit einem Durchschnittsalter von etwa 14 trainieren einmal wöchentlich unter der Leitung von Sanico. Hin und wieder nehmen diese auch an Turnieren teil, um so erste Wettkampf-Luft zu schnuppern. Einen Ligabetrieb möchte der Coach allerdings noch nicht in Betracht ziehen. „Sie sind noch nicht so weit“, erklärt er. So kommen in den nächsten Jahren einige Spielerinnen aus der Nachwuchsmannschaft heraus und können schon bald womöglich eine Frauenmannschaft unter der FHC-Flagge bilden. Bislang trainieren zwei 17-jährige Spielerinnen bei den Fuldaern mit, spielen allerdings bei ihren ehemaligen Mitspielerinnen in Rotenburg um Punkte. „Ich begleite die beiden zu den Spielen, solange ich nicht selbst spielen muss“, sagt Sanico. Wenn der Fuldaer HC eine Frauenmannschaft stellen könnte, würde es beide wohl zurück in ihre Heimat ziehen.

Nun steht aber erstmal die lange Pause an. Erst im November geht die neue Saison im Hallenhockey etwa wieder los. Währenddessen möchten die Fuldaer ein Feldhockey-Turnier veranstalten. Kassel und Vorwärts Frankfurt, die sich zum Saisonstart vom Ligabetrieb abgemeldet hatten, hätten ihr Interesse bereits bekundet. Bei den Feldhockey-Turnieren können zudem einige Jugendspieler teilnehmen, so beispielsweise Johannes Wingenfeld, Sohn des Oberbürgermeisters. Dr. Heiko Wingenfeld, der im Normalfall bis zu seinem 16. Geburtstag warten müsste. „Es gibt dort keine Regularen. Jeder kann mitspielen“, erläutert der Coach. Ein Ligabetrieb als Feldhockey-Team steht derzeit nicht im Raum. „Wir hatten das Thema schon letztes Jahr. Wenn wir dann nicht antreten, kostet es uns sehr viel Geld“, schildert Sanico seine Bedenken. Abgänge hat der FHC in dieser Saison keine zu vermelden. Allerdings zu anderen Vereinen haben sich bereits zwei Spieler gemeldet, im kommenden Jahr die Schläger beiseitelegen wollen.