Lokales FD 22.02.2025

1200 Menschen demonstrieren für Demokratie, Toleranz und Vielfalt

Fulda (gü) – Rund 1200 Menschen hatten sich am Freitagabend auf dem Fuldaer Uniplatz versammelt, um gemeinsam ein Zeichen für Demokratie, Toleranz und Vielfalt zu setzen. Es war ein buntes Bild, denn viele hatten Plakate oder Fahnen dabei. Die Kundgebung kurz vor der Bundestagswahl stand unter dem Motto „Unsere Kreuze haben keine Haken“ (update).

Fotos: Justin Klenner.

Es gab eine Mischung aus Redebeiträgen und Musik. „Es ist schön, ein sichtbares und klares Zeichen für Freiheit und Vielfalt zu setzen“, sagte Andreas Goerke, Vorsitzender des Vereins „Fulda stellt sich quer“ in seiner Begrüßung. Begonnen hatte die Veranstaltung mit einer Schweigeminute in Gedenken an die Opfer der Anschläge der vergangenen Wochen in Deutschland und einem Gebet. Der Tag der Kundgebung war bewusst gewählt worden. „In 48 Stunden sind die Wahllokale geschlossen“, blickte Goerke auf die Bundestagswahl am Sonntag: „Wir wollen mit unserer Veranstaltung ein Zeichen setzen und Wahlwerbung betreiben, aber nicht für einzelne Parteien, sondern für Demokratie: Unsere Kreuze haben keine Haken und das müssen wir am Sonntag deutlich machen.“ Er rief auf, sich auch nach der Bundestagswahl weiter einzusetzen: „Unsere Demokratie braucht uns täglich.“

Es folgten Redebeiträge von Vertretern verschiedener Organisationen. Abdulkerim Demir, Vorsitzender des Ausländerbeirats der Stadt Fulda, sagte, dass Integration nur gelingen könne, wenn die demokratischen Parteien zusammenarbeiten. Cornelia Thiessen-Westerhoff von „Omas gegen Rechts“ Fulda berichtete von der Arbeit der Organisation, die unter der Devise „Wir sind zwar alt, aber nicht dumm“ stehe, und den vielen tollen Begegnungen, die sie dabei schon hatte. Weitere Redner kamen beispielsweise vom Verein Welcome In, dem Bündnis gegen Depression, der queeren Stunde, der Katholischen Arbeitnehmer Bewegung, Pax Christi und der GEW. Dazwischen gab es immer wieder Musik. Beim Auftritt von Frank Tischer mit Dreiklang wurden die Handy-Taschenlampen angemacht und die Leute bewegten sich zur Musik. Als weite Acts waren Rick Washington, Drums of Panama und Nevermind dabei.