„Wir haben wieder ganz viel Neues im Programm“, machte Entertainer Dirk Denzer schon vor der Premiere Lust auf mehr: Das Winter Varieté stehe jedes Jahr in „irrsinniger“ Konkurrenz mit der Weihnachtscircus-Szene, doch einmal mehr gab Denzer zu, dass auch etwas Glück in der Branche dazugehöre: Die Künstler sind begehrt, einige boten sich jedoch kurzfristig für Fulda an. So zum Beispiel die Artisten der Schlussnummer: Statt einer Feuershow gab es diesmal eine Großtrampolin-Vorführung – ein phänomenales Finale des kurzweiligen und unterhaltsamen Abends unter dem Motto „Traumwelten“.
Zur Premiere trudelten in der Orangerie Gäste aus der Fuldaer Politik und Gesellschaft ein – Christoph Burkard von der Region Fulda, Felix Wessling vom City Marketing oder natürlich Bürgermeister Dag Wehner, der am Rande der Veranstaltung sagte: „Es ist das fünfte Mal hier in der Orangerie – das Winter Varieté ist ein kulturelles Highlight und mittlerweile fester Bestandteil des Jahresprogramms. Die Nachfrage in der Region ist groß, und wir freuen uns auf ein tolles Programm“. Über 90 Prozent der Tickets waren verkauft worden. Sieben Shows finden dieses Jahr insgesamt statt, eine davon als Zusatzshow am Samstagmittag. Rund 500 Gäste können pro Show in den Saal, der bei der Premiere am Freitag aus allen Nähten platzte.
Und es dauerte nicht lange, bis das Publikum animiert war: Der Conférencier begrüßte die Zuschauer mit einigen Witzen und kleinen Zaubertricks. Nicht alles klappte, doch die Show war gelungen. Er kündigte „Spitzen-Artistik“ an, und Dirk Denzer selbst sprach von einem gewissen Mix, der das Varieté ausmache: Es sei kein Zirkus, sondern „starke Nummern, und ein Moderator mit Humor – das alles gerührt und serviert“. Einige „große Nummern“ in der Branche waren auch als Artisten wieder mit dabei. Die Künstler reisten aus Frankreich, Portugal, den USA, Polen oder der Ukraine an. Erstmals gab es auch beeindruckende Sandmalerei zu sehen, die das Publikum zum Staunen brachte.
Das Winter Varieté in Fulda ist für die Beteiligten auch immer nervenaufreibend: Die Premiere sei quasi die Generalprobe, kündigte Dirk Denzer vorab an, der sich aber einen Namen in der Branche gemacht hat: Innerhalb von nur zwei Tagen muss alles sitzen – am Donnerstagmorgen begann der Aufbau der Band, danach Soundcheck, dann durften die Künstler proben. Zwei Lieder wurden sogar neu aus dem Boden gestampft, damit es zu jeder Nummer passende Musik der Live-Band gab. „Das Zusammenspiel von Künstlern, Band, Technik und Moderation muss sitzen“, schilderte Denzer – ihm und seinem Team gelingt das in Fulda immer auf den Punkt. Dabei dankte er auch dem Maritim und der Haustechnik, die immer engagiert sei.
Der Varieté-Macher selbst saß nicht etwa in der Regie, sondern stand selbst mit der Gitarre auf der Bühne. Der enge Zeitplan und die vielen Aufgaben seien immer ein „Thrill“, gab es mit einem Schmunzeln an, doch das meistert der mittlerweile 60-Jährige immer noch mit großer Freude am Job. Beim Einlass zur Premiere stand er Minuten vor Showbeginn dazu noch selbst an der Tür, begrüßte die Gäste und machte Videos für Social Media. Dennoch wäre er etwas beruhigter – und wünschte sich als nachträgliches Geburtstagsgeschenk – wenn das Team in Fulda im kommenden Jahr einen Tag mehr Vorbereitung bekomme. Die Termine stehen ebenfalls schon fest. In Sachen Zuschauerkapazität werde aktuell an einer Tribünenlösung mit der Stadt gearbeitet.
Doch zunächst ist das Winter Varieté 2025 unter dem Titel „Traumwelten“ in vollem Gange: Restkarten für die Shows bis zum 30. Dezember gibt es noch unter https://www.wintervariete-fulda.de/
