Für Schindler war im Drittrundenduell wenig zu holen. Ryan Searle präsentierte sich in bestechender Form und spielte einen Average von 102,29 Punkten, während Schindler knapp unter 90 blieb. Lediglich zwei Legs konnte der Deutsche für sich entscheiden, während der Engländer zudem mit einer Doppelquote von 50 Prozent überzeugte.
Gabriel Clemens stand von Beginn an vor der erwartet schweren Aufgabe gegen den Weltranglistenzweiten Humphries. Trotz guter Leistung geriet der Saarländer schnell mit 0:3 in Rückstand. Clemens kämpfte sich anschließend mit High-Finishes und starken Phasen noch einmal heran und verkürzte auf 2:3. Chancen zum Ausgleich ließ er jedoch ungenutzt. Humphries, Weltmeister von 2024, blieb eiskalt und machte den Traum von der Überraschung zunichte. Mit einem Average von 101,49 stellte Clemens dennoch eine Bestmarke auf: Er ist der erste Deutsche, der im Ally Pally die 100er-Marke überschreiten konnte.
Debütant Arno Merk versuchte, Michael van Gerwen so lange wie möglich unter Druck zu setzen. Der Niederländer setzte sich jedoch dank seiner Konstanz, seines Timings und einer Doppelquote von 50 Prozent zunehmend ab. Merk gelang es nicht, dauerhaft Gefahr auszustrahlen. Mit einem Average von 90,88 Punkten verabschiedet sich der Deutsche dennoch nach einem beachtlichen WM-Debüt als letzter der insgesamt acht deutschen Starter aus dem Turnier.
Damit ist nach der dritten Runde für alle deutschen Teilnehmer die Weltmeisterschaft beendet – keiner von ihnen ist mehr im Rennen um die Sid-Waddell-Trophy.
