Lokales FD 20.12.2025

„Spenden statt Karten“ – BBZ Mitte spendet an St. Elisabeth Hospiz

Fulda – Von Silas Messing – Die letzten Schritte im Leben gehören oft zu den schwierigsten. Um Menschen in dieser sensiblen Phase würdevoll, individuell und menschlich zu begleiten, steht das Team des St. Elisabeth Hospizes in Fulda rund um die Uhr zur Verfügung. Damit diese wertvolle Arbeit auch über das Jahresende hinaus unterstützt wird, fiel die Wahl der diesjährigen Aktion „Spenden statt Karten“ des BBZ Mitte auf das Hospiz. Am Freitagvormittag wurde die Spende offiziell übergeben.

Josephine Hause, Dr.-Ing. Mirjam Keßler, Ansgar Erb, Christian Plappert und Dagmar Pfeffermann. Fotos: Silas Messing.

Bereits im vergangenen Jahr hatte das BBZ Mitte im Rahmen der Weihnachtsaktion auf klassische Grußkarten verzichtet und stattdessen das „Kleine Helden Kinderhospiz Osthessen“ unterstützt. Auch in diesem Jahr entschied man sich bewusst dafür, eine regionale Einrichtung zu fördern. Überreicht wurde die Spende von Dr.-Ing. Mirjam Keßler, Geschäftsführerin des BBZ Mitte, gemeinsam mit Josephine Hause, Schulleiterin der Pflegeschule MediCampus, sowie Christian Plappert, Lehrkraft an der Pflegeschule MediCampus. Plappert hatte das St. Elisabeth Hospiz als möglichen Spendenempfänger vorgeschlagen – ein Vorschlag, der sich in einer hausinternen Abstimmung durchsetzte.

„Wir haben gesagt: Statt Karten wollen wir spenden und etwas Gutes für die Region tun“, erklärte Keßler: „Aus dem Team kamen verschiedene Vorschläge, über die anschließend im gesamten Haus abgestimmt wurde. Das Hospiz hat dabei die meisten Stimmen erhalten.“ Die ursprünglich vorgesehene Spendensumme von 500 Euro wurde durch private Spenden von Mitarbeitenden und Teilnehmenden auf insgesamt 600 Euro aufgestockt.

Entgegengenommen wurde die Spende von Ansgar Erb, Geschäftsführer des Hospizes St. Elisabeth, sowie von Dagmar Pfeffermann, Leiterin der Einrichtung. Im Anschluss an die Übergabe erhielten die Gäste Einblicke in die tägliche Arbeit des Hauses. Das Hospiz St. Elisabeth befindet sich seit April 2007 an seinem heutigen Standort direkt am Herz-Jesu-Krankenhaus und bietet acht Plätze für schwerstkranke Menschen mit begrenzter Lebenserwartung. Ein hoher Personalschlüssel und ein engagiertes Team ermöglichen eine individuelle und würdevolle Begleitung – stets unter Einbeziehung der Angehörigen.

Da nur rund 95 Prozent der Kosten durch die Krankenkassen erstattet werden, ist das Hospiz auf Spenden angewiesen, um den verbleibenden Anteil zu finanzieren. Für ein Hospiz mit acht Betten werden jährlich rund 80.000 Euro an Spenden benötigt, um kostendeckend arbeiten zu können. Wie Erb erläuterte, handelt es sich bei den 95 Prozent jedoch nicht um eine Spitzabrechnung, sondern um eine kalkulierte Entgeltgrundlage. „In der Realität liegt die tatsächliche Erstattung oft darunter, da nicht alle Kosten anerkannt werden“, erklärte er. Zudem müssten die Entgelte jedes Jahr neu verhandelt werden – ein aufwendiger und anspruchsvoller Prozess. „Umso wichtiger sind verlässliche Spenden aus der Region, um die Arbeit dauerhaft sicherzustellen“, so Erb.