„Mir geht es nach wie vor gut, Gott sei Dank gibt es keine neuen Beschwerden“, sagt Keune. Die Feiertage verbringt er bewusst ruhig im Kreis von Familie und Freunden. Große Veränderungen gibt es dabei nicht. Auch beim Weihnachtsessen lässt er sich überraschen: „Ich weiß ehrlich gesagt noch gar nicht, was es gibt. Weihnachten sind wir bei meiner Mama – das wird sich dann zeigen.“
Strenge Einschränkungen bei Essen und Trinken sind für Keune kaum nötig. Durch das kontinuierliche Training falle ihm Selbstbeherrschung leicht. „Vielleicht lässt man im Hinblick auf die Vorbereitung das eine oder andere Bier weg, aber ansonsten läuft alles ganz normal weiter“, erklärt er.
Die Balance zwischen Disziplin und Genuss scheint für ihn gut zu funktionieren. Zwischen den Jahren steht zunächst Regeneration auf dem Programm. Keune setzt bewusst auf eine Trainingspause, ab Januar soll es dann wieder intensiv losgehen. „Jetzt sind erstmal ein paar Tage Ruhe“, sagt er. Ganz ohne sportliche Aktivität endet das Jahr für Keune jedoch nicht: Eine letzte Laufeinheit steht noch an. Am 26. Dezember geht es gemeinsam mit Sergej Braun und weiteren Sportlern frühmorgens auf eine größere Runde, anschließend folgt das traditionelle Eisbaden im See. „Das ist ein jährliches Ding von Sergej – und dieses Jahr bin ich auch dabei“, freut sich der Fuldaer.
Sein sportlicher Vorsatz für das neue Jahr ist klar formuliert: „So gut trainieren, dass ich dem Steffen im Ring das Leben schwer mache.“ Trotz aller Ambitionen bleibt Keune dabei gelassen. Das Lachen, betont er, werde ihm dabei nicht vergehen, auch wenn sein Gegner mit Steffen Schäfer ein Brocken ist.
Auch Coach Johann Gildenberg zieht wenige Monate vor dem Battle of Barock eine positive, aber realistische Zwischenbilanz. Seine Schützlinge Dogan Kilic und Albin Keune stünden noch am Anfang ihrer Entwicklung. „Der Wille ist da, aber man muss auf jeden Fall noch arbeiten“, sagt Gildenberg. Besonders die Grundlagen und die Technik müssten weiter verbessert werden.
Während der trainingsfreien Zeit empfiehlt der Trainer aus dem Brauns Gym eine aktive Pause: Bewegung, Laufen oder Schattenboxen seien wichtig, um kein Trainingsloch entstehen zu lassen. „Einfach bewegen, bewegen, bewegen – kein Stillstand“, so Gildenberg. Ab dem neuen Jahr soll das Trainingspensum dann erhöht werden: Statt bisher zwei Einheiten pro Woche sind künftig mindestens drei geplant. Der Coach sieht das Engagement grundsätzlich gegeben. Die Richtung stimmt – und mit Disziplin, Bewegung und Freude am Sport soll es 2026 konsequent weitergehen.
