Es war bereits der zweite 1:0-Sieg in Folge für die SGB, der sich aber dennoch etwas vom Spiel bei den Stuttgarter Kickers unterschied. „Planen kann man sowas ja nicht. Aber erstmal sind wir froh, dass wir nachlegen und wieder zu null spielen konnten. Es gab nicht wahnsinnig viele Chancen auf beiden Seiten, aber ich denke, dass wir am Ende die ein, zwei Möglichkeiten mehr hatten – und auch die größeren“, sagt Trainer Daniyel Cimen.
Die SGB verteidigte gut, machte vorne das entscheidende Tor – aber verpasste auch wie schon in Stuttgart eine Vorentscheidung, was Cimen etwas bemängelt. Dass es fußballerisch kein Leckerbissen in der Johannisau war, hatte natürlich auch etwas mit der Jahreszeit zu tun, wenngleich der Coach betont, „dass beide Mannschaften schon versucht haben, spielerische Ansätze zu finden. Aber der Platz hat eben nicht so viel hergegeben, und in verschiedenen Zonen musst du dein Risiko dann auch anpassen“.
Wie wichtig dieser Sieg war, zeigte allein die Tatsache, dass Triers Trainer Thomas Klasen nach dem Abpfiff frustriert war und die Eintracht im Abstiegskampf willkommen hieß. Tabellarisch steht die Barockstadt zwar weiter auf Rang 14, hat aber ein Polster von sieben Punkten auf den nächsten Gegner TSG Balingen geschaffen und ist nur noch einen Zähler von Offenbach weg. Das habe sich Cimens Team erarbeitet und auch trotz der ausbleibenden Erfolge im letzten Monat „immer dran geglaubt“.
Erleichtert dürfte auch David Siebert gewesen sein, der bisher nicht wirklich über Kurzeinsätze hinauskam und auch lange fehlte. Einmal stand er diese Saison nur in der Startelf, nun schoss er als Joker das Tor zum Sieg, vor den Augen seiner Eltern. Cimen, der den 24-Jährigen schon länger kennt und zu Jugendzeiten in Frankfurt oder Nürnberg auf dem Schirm hatte, holte ihn im Sommer aus Gießen nach Fulda. „Er bringt viel Geschwindigkeit mit, hat ein gutes Eins-gegen-eins, aber vor allem ein sehr gutes Gefühl für freie Räume“. Das zeigte er auch beim Tor, als er Vorbereiter Keanu Kraft zweimal gute Laufwege anbot und der zweite in die Tiefe schließlich goldrichtig war.
Eine letzte Woche liegt noch vor der SGB bis zum Winter: Moritz Dittmann wird nach Sperre zurückkehren. Bei Max Stadler wolle der Coach zwar von Tag zu Tag schauen, „aber kein Risiko mehr eingehen“. Am Rande des Spiels gegen Trier gab es dazu noch einen freudigen Anlass: Vorstand Martin Geisendörfer übergab gemeinsam mit dem Catering-Team eine 3000 Euro Spende an die Stiftung daHeim im Leben, in Person von der Stiftungskuratoriums-Vorsitzenden Donata Freifrau Schenck zu Schweinsberg und Stellvertreter Christoph Schwab.
