HSG Baunatal – HSG Großenlüder/Hainzell 42:42 (22:18)
Es war ein absolutes Spektakel, was sich die Nordhessen und die Gäste in der Sporthalle Hertingshausen lieferten. Dabei sah Baunatal bis wenige Minuten vor der Schlusssirene wie der sichere Sieger aus – allerdings hatten die Hausherren die Rechnung ohne das Team von Sebastian Peppler gemacht: Die HSG gab sich trotz schier aussichtslosem Rückstand nicht auf. Den 35:40-Rückstand knapp sieben Minuten vor dem Ende verwandelten die Gäste am Ende noch in ein 42:42 – auch dank Simon Münker, der mit der Schlusssirene keinerlei Nerven zeigte und einen Siebenmeter zum Ausgleich in die Maschen hämmerte – inklusive perfekter Bilanz von der Siebenmeterlinie (5/5). Es war die Krönung einer grandiosen Aufholjagd, mit der in dieser Form kaum noch zu rechnen war. Baunatal setzte sich Anfang der zweiten Halbzeit – vermeintlich vorentscheidend – auf 29:21, unter anderem gelangen den Nordhessen fünf Tore in nur etwas mehr als zwei Minuten. Angeführt vom starken Jannis Deppe (8) gelang dem Team von Sebastian Peppler aber doch noch das Comeback, an dessen Ende ein Unentschieden stand, dass sich für die Gäste wie ein Sieg angefühlt haben dürfte.
HSG Großenlüder/Hainzell: Masche (1), Sippel (2), Weinbörner (6), Bosold (4), Kirsch (4), Münker (5/5), Herber, L. Dimmerling (1), Blinzler (3), Gaßmann, Deppe (8), H. Dimmerling (7), S. Dimmerling (1)
TV Hersfeld – ESG Gensungen/Felsberg II 40:35 (22:16)
Der Spitzenreiter hat es unnötig spannend gemacht: Gegen die Regionalliga-Reserve führte der Ligaprimus knapp 15 Minuten vor der Schlusssirene mit neun Toren (33:24) – verlor im Anschluss aber vollkommen den Faden. „Wir hatten uns gut abgesetzt, dann kam aber der Schlendrian“, haderte Trainer Kai Hüter: „Wir waren uns des Sieges zu sicher und haben das Polster leichtfertig verspielt.“ Angeführt von den starken Luca Pickenhahn (9) und Christian Jakobi (7) arbeiteten sich die Gäste Tor um Tor zurück ins Spiel – bis es nach 53 gespielten Minuten nur noch 34:32 aus Hersfelder Sicht stand. „Wir sind aber trotzdem nicht hektisch geworden“, fand Hüter auch lobende Worte für seine Mannschaft: „Julius Hasselbach und David Schikarski haben es dann für uns klar gemacht. Es ist schön, dass auch andere mal die Verantwortung übernehmen“, so Hüter, der auch dem A-Jugendlichen Gero Noll auf Linksaußen ein gutes Spiel attestierte. Mit einer Bilanz von zehn Siegen aus elf Spielen geht es für die Festspielstädter nun also in die Winterpause: „Es war eine sensationelle Hinrunde“, befand Hüter abschließend: „Aber ich bin auch froh, dass jetzt erstmal Pause ist. Im Januar kehrt dann hoffentlich der ein oder andere Verletzte wieder zurück.“
TV Hersfeld: Rehberg (7), Hasselbach (6), Dellmuth, Petersen (2/1), Becker (4), Kürten, Wiegel (8/2), Holzschuh (1), F. Reinhardt (8/1), Kümmel, Krause (2), Schikarski (1), Voß, Kehl, Mudrak, Noll (1)
Hünfelder SV – TSV Ost-Mosheim 26:29 (12:19)
Der Hünfelder SV verabschiedet sich ohne Pflichtspielsieg in die Winterpause: Im Kellerduell gegen den TSV Ost-Mosheim lag das Team um Coach Stephan Kimpel bereits zur Pause mit 12:19 hinten, die Partie war da praktisch bereits entschieden. Zwar kamen die Haunestädter nochmal auf bis zu vier Tore heran, letztendlich brachten die Gäste das Ergebnis aber souverän über die Zeit. Bester Spieler auf Seiten der Gastgeber war Theo Sauerbier mit acht Treffern.
Hünfelder SV: Menth, Schäfer (2), Temburg, Reuchsel (3), Schott (4), Gute (3), Kaub (5), Sauerbier (8), Hohmann, Schramm (1), Schuch, Simon
