Lokales FD 09.12.2025

Neues Gästehaus auf Burg Fürsteneck - 5,6 Millionen Euro vom Land

Eiterfeld – Von Justin Klenner – Die Akademie Burg Fürsteneck plant den Bau eines zusätzlichen Ateliers und Gästehauses zur Aufrechterhaltung und Weiterentwicklung des Bildungsbetriebs. Bei einer Feierstunde im Wintergarten der Burg überreichte Armin Schwarz, Minister für Kultus, Bildung und Chancen des Landes Hessen am Montag einen Zuwendungsbescheid über rund 5,6 Millionen Euro. Der Spatenstich ist für Frühjahr 2026 geplant und zum Jahreswechsel 2027/2028 soll das neue Gebäude dann mit Leben gefüllt werden.

Von links: Hartmut Piekatz, Stefanie Klee und Armin Schwarz. Foto: Justin Klenner.

Als „Wahrzeichen der Region“, beschrieb Schwarz Burg Fürsteneck und die Heimvolkshochschule (HVHS) habe eine lange Tradition. Sie biete als einzige HVHS lebenslanges Lernen an und hebe sich damit von anderen Heimatvolkshochschulen ab. Schwarz hob die Wichtigkeit dieser Tradition hervor. „Bildung findet nicht nur von der Kita bis zum Abitur, der Berufsausbildung oder dem Studium statt. Es geht noch weiter“, betonte der Minister. Umso wichtiger sei es gerade in Zeiten des Fachkräftemangels ein gutes und attraktives Angebot an Fort- und Weiterbildungen anzubieten, aber auch einen attraktiven Ort zum Lernen.

Mithilfe der Landeszuwendung in Höhe von 5,6 Millionen Euro soll das geplante Neubauvorhaben der Akademie realisiert werden. Für die Verantwortlichen ist die Summe eine große Hilfe, um auch in Zukunft attraktiv zu bleiben. „Es ist ein großer Meilenstein für die Burg Fürsteneck. Wir freuen uns riesig, ein Stück in die Zukunft gehen zu dürfen“, sagte Akademieleiter Hartmut Piekatz. Auch Stefanie Klee, Landtagsabgeordnete und erste Vorsitzende des Trägervereins Burg Fürsteneck, freute sich über die großzügige Unterstützung seitens des Lands Hessen. Als Eiterfelderin liege ihr Burg Fürsteneck besonders am Herzen. „Es ist eine Wohlfühloase“, beschrieb sie. Menschen aus allen Ecken Deutschlands kämen, um das Bildungsangebot der Akademie zu nutzen und kämen dabei in den Genuss der wunderschönen Kulisse. „Hier kommen Menschen zusammen, die sich weiterbilden wollen. Hier auf der Burg findet gesellschaftliches Leben statt“, erläuterte Klee.

 

Gästezimmer, Atelier und Seminarraum

Nach einer Antragsstellung im Jahr 2022 und einer Zusage des Landes in 2023, wurde 2024 in einer europaweiten Ausschreibung ein passendes Architekturbüro gesucht. Eine Fachjury bewertete die anonymisierten Entwürfe. Am Ende überzeugte das Architektenbüro Trapp Wagner aus Hünfeld-Mackenzell mit seinem Entwurf am meisten. Geplant ist ein zusätzliches Gästehaus mit Atelier zur Aufrechterhaltung und Weiterentwicklung des Bildungsbetriebs. Das vierstöckige Gebäude soll links neben der historischen Burg entstehen. Drei der vier Stockwerke werden im Hang verschwinden, lediglich das obere soll von außen sichtbar sein. In den beiden unteren Stockwerden sind 24 Einzelzimmer geplant, in den beiden oberen Etagen ein großes lichtdurchflutetes Atelier und ein zusätzlicher großer Seminarraum. „Der Ort bietet einem Lösungen an. Es gibt Bereiche auf der Burg, die Funktionen haben, der Steinhang hatte keinen“, erklärte Stefan Wagner, vom Architekturbüro Trapp Wagner. Insgesamt belaufen sich die Baukosten auf etwa 8,6 Millionen Euro, wovon 5,6 Millionen Euro durch die Landeszuwendung gedeckt werden. Der restliche Betrag soll durch den Trägerverein, Rücklagen und den laufenden Betrieb finanziert werden. Mitte April 2026 sollen die ersten Bagger rollen. Ende 2027 sollen die Bauarbeiten dann beendet sein. Im Zuge des Neubaus wird auch das umliegende Gelände neu gestaltet.

Bescheidübergabe auf Burg Fürsteneck. Fotos: Justin Klenner.