„Das Land liegt im Chaos“, sagt zweiter Vorsitzender Ivor Vancylenburg, der selbst aus Sri Lanka stammt. Die großflächigen Zerstörungen würden weite Teile des Landes betreffen und seien deshalb mancherorts schlimmer als bei dem verheerenden Tsunami Weihnachten 2004. Auch wenn weniger Menschenleben zu beklagen seien als damals. Ein Dutzend tatkräftige Helferinnen und Helfer des Vereins luden 19 Krankenhausbetten mit 15 Matratzen, 36 Gehhilfen und Krücken, sieben Toilettenstühle, sechs Rollatoren und zwei Rollstühle in den Container. Die Hilfsgüter waren in einer Scheune in Schlitz-Hartershausen zwischengelagert. Die medizinischen Utensilien stammen aus dem aufgelösten Bestand eines Krankenhauses in Schotten. Sie werden in Sri Lanka dringend benötigt, sagt der erste Vorsitzende des Vereins, Joachim Teiser. Wegen der stabilen Qualität würden sie auch gebraucht noch ihren Zweck erfüllen. Die Krankenhausbetten werden nach ihrer Ankunft nach Bedarf auf staatliche Krankenhäuser verteilt. Die Lücken zwischen dem Sperrgut füllen 120 Kartons und 40 Säcke mit Kleidung sowie 80 Stühle. Sie sind für die Kindergärten des Vereins gedacht. Die Neuhöfer Kinderhilfe unterhält sieben eigene Kindergärten mit über 30 fest angestellten Erzieherinnen. Die aktuell 443 Mitglieder unterstützen mit ihren Patenschaften mehr als 1200 Jungen und Mädchen finanziell.
Ein Lkw brachte den Container nach Hamburg, dort wurde er verschifft und nach einigen Wochen auf See wird er in der Hauptstadt Colombo ankommen, die Zollabfertigung dort dürfte ebenfalls noch ein paar Tage dauern. Es wird nach den Worten des Vereinsvorstands angesichts der gestiegenen Frachtkosten wahrscheinlich der letzte Container von vielen Hilfstransporten sein, den die Kinderhilfe auf diese Weise nach Sri Lanka verschiffen. Alle zwischengelagerten Krankenhausbetten, Rollatoren sind dann angekommen. Es sei finanziell günstiger, im Lande selbst hergestellte Kleidung und Hilfsgüter zu kaufen. Dafür benötigt die Kinderhilfe dringend Spenden.
