Der Pachtvertrag sei zum 1. Dezember aufgelöst worden, bestätigte Korell. „Auslöser waren wohl private Gründe des Pächters“, so der Gersfelder Bürgermeister. Für die Stadt sei die Situation zwar nicht ideal, stelle den Betrieb des Wildparks insgesamt aber nicht infrage: „Für uns ist es natürlich keine schöne Situation, aber auch kein großes Drama.“ Um den laufenden Betrieb sicherzustellen, habe die Stadt kurzfristig reagiert. „Die Mitarbeitenden beschäftigen wir jetzt bei uns bei der Stadt. Die Kasse im Wildpark ist auch weiterhin besetzt“, erläuterte der Bürgermeister. Im Kiosk selbst gebe es während der Übergangsphase jedoch nur ein reduziertes Angebot. „Dazu gehören Kaffee und andere Getränke sowie kleine Snacks“, sagte Korell. Einschränkungen für die Besucherinnen und Besucher gebe es dennoch nicht. „Und natürlich dürfen die Besucher des Wildparks ihr Essen auch weiterhin selbst mitbringen.“ Parallel dazu arbeitet die Stadt Gersfeld bereits an einer dauerhaften Lösung. „Wir sind in Gesprächen, es gibt auch einige Interessenten“, erklärte Korell. Konkrete Ergebnisse gebe es derzeit jedoch noch nicht: „Zu vermelden gibt es da aber aktuell noch nichts.“
Pächter Daniel Beneforti bestätigte gegenüber Osthessen-Zeitung finanzielle Gründe für den Rückzug: „Die Einnahmen haben schlichtweg nicht gereicht. Deswegen haben wir darum gebeten, den Vertrag aufzulösen. Dem wurde dankenswerterweise entsprochen“, erklärte Beneforti, der auch den Betrieb in seinem Restaurant „Landhaus Schneeberg“ in Gersfeld einstellen musste.
Bis ein neuer Pächter gefunden ist, befindet sich der Kiosk im Gersfelder Wildpark in einer Übergangsphase. Der Wildpark selbst bleibt aber uneingeschränkt geöffnet und weiterhin ein beliebtes Ausflugsziel für Familien und Besucher aus der Region.
