Beim Tag der offenen Tür gab es einen breit gefächerten Einblick in das Schulleben. Es wurden Schülerprojekte vorgestellt und naturwissenschaftliche Experimente durchgeführt, ein Quiz wurde angeboten, gebastelt und sich im Weihnachtscafé ausgetauscht. Aktuell besuchen rund 350 Schüler die Private Mittelstufe (Klasse 5 bis 10) am Bildungsunternehmen Dr. Jordan, die einige Besonderheiten zu bieten hat. „Unser Profil ist der bilinguale Bereich, das heißt wesentlich mehr Englisch“, berichtete Sandra Hartung, Rektorin der Privaten Mittelstufe. An der Schule sind mehrere englische Muttersprachler angestellt. Auch das Raumkonzept ist anders. „Wir haben keine Klassenräume mehr, wir haben die sogenannten Teacher-Rooms“, erklärte Hartung, dass nicht die Lehrer zu den Schülern, sondern die Kinder und Jugendlichen zu den jeweiligen Fachlehrern gehen. Neben den Sprachen spielen natürlich auch der MINT-Bereich (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) und Kunst eine wichtige Rolle. Beim Tag der offenen Tür wurde auch das Schulfach Glück vorgestellt, mit dem die Woche für die Schüler startet und endet.
Im Bildungsunternehmen Dr. Jordan gehen Digitalisierung und analoges Begreifen Hand in Hand. „Diese Zweigleisigkeit, da müssen Schulen hin“, ist Hartung überzeugt: „Wir dürfen die Digitalisierung nicht außer Acht lassen, auch KI, das ist ein wichtiges Thema.“ Deshalb wird das IPad schon ab der fünften Klasse begleitend in den Unterricht integriert, aber es wird nicht nur damit gearbeitet. Die Schule hat ein ganztägiges Angebot. Schon eine Stunde vor Unterrichtsbeginn können die Schüler nach Wunsch oder Bedarf im Open Classroom ankommen, sich dort auf den Unterricht oder Klausuren vorbereiten oder auch in Ruhe frühstücken. Wenn am Nachmittag um 14.50 Uhr (freitags früher) der Unterricht endet sind die „Hausaufgaben“ in der Regel schon erledigt. „Was ich schön finde in der gymnasialen Mittelstufe sind die vielen AGs, die angeboten werden“, sagte Monika Jordan, Vorstandsvorsitzende des Bildungsunternehmens Dr. Jordan. Ob Robotik, Selbstverteidigung, Zumba oder Kickboxen – es dürfte für wohl fast jedes Interessensgebiet etwas dabei sein. Auch soziales Engagement wird an der Schule vermittelt und vorgelebt – sei es beim jährlichen Spendenlauf oder über ein Plan-Projekt mit einer Klassenpatenschaft in Vietnam.
