Schießen 11.12.2025

Luftgewehr-Bundesligen – Steinbachs erster Sieg – SVP muss zittern

Osthessen (pf) – Der SV Hubertus Steinbach hat seinen ersten Sieg als Aufsteiger in der 1. Luftgewehr Bundesliga Nord geholt: Ein 3:2 gegen den SV Kamen gab es beim Wettkampf am vergangenen Wochenende – doch in Sachen Klassenkampf hat sich an der Ausgangslage dadurch nichts verändert. Der SV Petersberg taumelte in der 2. Liga West wiederum beim osthessischen Kontrahenten aus Haunetal-Stärklos und findet sich nun im unteren Mittelfeld wieder.

Der SV Petersberg muss in der 2. Luftgewehr Bundesliga nochmal etwas zittern. Foto: Manfred Völler

1. Bundesliga Nord

Es war wie eine Befreiung: Der SV Hubertus Steinbach gewann am Nikolaussamstag in Osterode am Harz mit 3:2 (1971:1967 Ringe) gegen den SV Kamen. „Man hat an den ganzen knappen Duellen gesehen, dass wir konkurrenzfähig sind. Wir haben oft Pech gehabt, jetzt hatten wir mal das Quäntchen Glück auf unserer Seite“, atmete Mannschaftsführer Alexander Röller auf: Es war kein deutlicher Wettkampf zugunsten der Steinbacher, aber erfolgreich. Nora-Lee Hofmann Badea verlor an Position eins, sie musste mit 398 Ringen ins Stechen und verlor dann. Doch die Positionen zwei, drei und vier gehörten dem Aufsteiger aus Osthessen: Röller (394), Svenja Neidhart (397) und Apurvi Chandela (394) gewannen ihre Duelle, hintenraus musste Luc Dingerdißen (388) seines noch abgeben.

Damit schlug Steinbach einen direkten Konkurrenten am Tabellenende, in Summe veränderte sich aber am Tabellenbild nichts: Denn Kamen gewann am Sonntag dann mit 3:2 gegen Braunschweig, während für die Steinbacher beim 1:4 (1965:1978 Ringe) gegen Wieckenberg nichts mehr zu holen war. Röller gab an: „Das ist eine der stärksten Mannschaften im Feld, sie waren letztes Jahr Dritter in ganz Deutschland und mischen auch dieses Jahr wieder weit vorne mit“. So war es nur Marlene Most an Position fünf, die mit 391 Ringen punkten konnte. Ansonsten gingen alle Duelle verloren, wirklich knapp war es nur an der Spitzenposition bei Hofmann Badea (397) und ihrem Gegner Dennis Welsch (398). „Wenigstens haben wir den einen Punkt gemacht und Erfahrungen gewonnen“, sagte Röller.

Vier Mannschaftspunkte Rückstand sind es nun für die Steinbacher am Tabellenende auf den Rest der Liga. Zwei Wettkämpfe stehen Mitte Januar noch aus, dann geht es gegen Wissen und Freiheit. Der Klassenerhalt ist rechnerisch noch drin – doch realistisch ist das nicht. „Sehr unwahrscheinlich bis unmöglich“, meinte Röller ehrlich: „Wir wollen aber nochmal alles geben, um auch mit dem richtigen Gefühl aus der Saison rauszugehen“.

 

2. Bundesliga West

Die Reise zum Auswärts-Wettkampf in der 2. Luftgewehr-Bundesliga West war für den SV Petersberg diesmal zwar nicht ganz so weit, dafür aber auch nicht wirklich erfolgreich: Zweimal musste sich der SVP in Haunetal-Stärklos knapp mit 2:3 geschlagen geben.

Der SV Petersberg verlor am Sonntag zunächst gegen die SF-Emsdetten mit 2:3, am Nachmittag gab es dann das gleiche Ergebnis auch noch gegen die Gastgeber aus dem Kreis Hersfeld-Rotenburg. „Beide knapp, allerdings auch verdient verloren“, musste Frank Urspruch aus dem Petersberger Vereinsvorstand anerkennen: „So ist der Modus eben auch. Er ist uns ab und zu schon zugutegekommen, diesmal leider nicht“.

Er sprach den ersten Wettkampf gegen Emsdetten an, wo die Petersberger auf insgesamt 1971 Ringe kamen, der Gegner nur auf 1957. Doch die entscheidende Wertung waren die Einzelpunkte: Tom Barbe (395) musste sich an Position eins seiner Gegnerin beugen, Johanna Tripp (397) musste an Position zwei ins Stechen und verlor dort. Vinita Bhardwaj war mit 399 Ringen für den SVP eine Bank, doch Jana Heck an vier zog mit 389 Ringen knapp den Kürzeren. Danilo Zeihs (391) verhinderte hintenraus immerhin ein 1:4 aus Petersberger Sicht. Doch es war deutlich mehr drin gegen den weiterhin ungeschlagenen Spitzenreiter aus Emsdetten – auch das zeigte, wie eng die zweite Liga ist.

Danach ging es gegen den SV Stärklos, und diesmal hatte Petersberg auch, was die Ringe angeht, nicht die Oberhand – war bei 1971:1971 aber gleichauf. Doch wieder holte der Gegner einen Punkt mehr: Tom Barbe (396) und Johanna Tripp (397) punkteten für den SVP. Das entscheidende Duell gab es dann an Position drei: Vinita Bhardwaj (398) hatte den Punkt eigentlich fest eingeplant, doch Jaqueline Becker, die in der Region bestens bekannt ist, legte sagenhaften 399 Ringe hin. „Stärklos war im zweiten Heimkampf gegen uns extrem gut. Es war spannend bis zum Schluss – bei uns hat ein kleines bisschen gefehlt“, sagte Urspruch fair.

In der Tabelle befindet sich der SVP nun im grauen Mittelfeld – nach oben geht nichts mehr, im schlimmsten Fall könnte es nach unten noch in die Abstiegsrelegation gehen. Das wollen die Petersberger mit mindestens einem Sieg in den letzten beiden Wettkämpfen am 11. Januar in Bielefeld gegen Buer-Bülse II und Kevelaer II aber unbedingt vermeiden. Beide Gegner stehen noch unter dem SVP. „Wir wollen da nochmal in guter Besetzung antreten, die Jungs und Mädels trainieren auch vorher nochmal“, macht Urspruch klar. Überhaupt hatte sich das Team nach dem verlorenen Aufstiegswettkampf im Vorjahr auf eine schwere Saison eingestellt: „Letztes Jahr hatten wir sicher daran geglaubt, dass wir es schaffen können. Diese Saison war es eher 50:50“, so Urspruch: „Eins von den letzten beiden müssen wir jetzt noch gewinnen, aber wir wollen natürlich beide gewinnen“. Bisher stehen nur die beiden Saisonsiege vom Heimwettkampf Mitte Oktober gegen Wetterau (4:1) und von Anfang November in Dortmund gegen Inden/Altdorf (3:2).

Der SV Stärklos hingegen, der vor dem Sieg gegen Petersberg knapp mit 2:3 gegen Heepen verlor, ist nach dem Heimwettkampf in sicheren Fahrwassern: 6:4 Mannschaftspunkte sind auf dem Konto des Tabellendritten, der am 11. Januar nach Butzbach reist.