E³UDRES² steht für Engaged and Entrepreneurial European University as Driver for European Smart and Sustainable Regions – zu deutsch: Engagierte und unternehmerische Europäische Universität als Treiber für intelligente und nachhaltige Regionen Europas.
In Fulda ging es beim „Social Hackathon“ von Mittwoch bis Donnerstag um das Thema Lebensmittel: Die etwa 60 Teilnehmer, die aus Portugal, Belgien und Polen angereist waren, sollten in verschiedenen, völlig diversen Gruppen, erforschen, wie digitale Technologien gesellschaftliche Bindungen stärken können und regionale Identitäten in die Welt getragen werden können.
Vor der Jury pitchten die Gruppen am Donnerstag an der Hochschule und mussten innerhalb eines Zeitfensters von fünf Minuten ihre Ergebnisse präsentieren. Viele gingen dabei auf die Probleme der heutigen Zeit ein: Krisen der lokalen Bauern durch Großkonzerne, langweilige Mahlzeiten ohne Abwechslung, oder aber auch das Dilemma, bei einer Reise in ein anderes Land sich fest vorzunehmen, auch kulinarisch die dortige Kultur zu erleben – nur um dann wieder in einem Schnellrestaurant zu landen.
Und die Gruppen waren kreativ: Heraus kamen digitale Lösungen, wie beispielsweise eine „Tinder“-ähnliche App, bei der die Idee der Dating-App auf verschiedene Gerichte übertragen wurde. Andere Gruppen setzten auf Community-basierte Apps, bei der nicht nur die Wege zu einem Restaurant angezeigt werden, sondern sich auch mit „Locals“ der jeweiligen Länder ausgetauscht werden kann, ob per Chat oder vor Ort.
„Essen ist mehr als nur Nahrung, es erzählt Geschichten von Migration, Tradition, Innovation und Gemeinschaft. In Fulda, im Herzen Deutschlands, ist die kulinarische Kultur tief in regionalen Zutaten und traditionellen Rezepten verwurzelt, entwickelt sich durch interkulturellen Austausch aber auch ständig weiter“, fassten Hochschulpräsident Prof. Dr. Karim Khakzar und Prof. Dr. Jörg Kreiker, Vizepräsident für Lehre, Studium und Digitalisierung, zu Beginn des „Social Hackathons“ zusammen.
Nach den vielen interessanten und kurzweiligen Pitches auf Englisch hatte sich die Jury am Donnerstag beraten, dann standen die Sieger fest: „MeetMyMeal“ vom Team Hunger Game konnte am meisten überzeugen und holte den ersten Platz, als Geschenke gab es obendrauf noch E³UDRES²-Pullover für den Winter. Die Gruppe hob bei ihrer Kurzpräsentation heraus, dass „MeetMyMeal“, in einer Welt voller Algorithmen und Massenproduktion, die Nutzer zu etwas „zutiefst Menschlichem“ zurückbringe, nämlich: „Ein gemeinsamer Tisch. Gemeinsames Essen. Gemeinsame Geschichten“. Das Konzept solle lokale Produzenten mit einbinden und Dinner-Erlebnisse für Gäste aus dem Ausland attraktiv machen – ein gemeinsamer Tisch eben. Platz zwei ging an die Gruppe Hacks and Snacks für „Food Vision“, Platz drei an das Team Mixed Plate für den „Rhön Food Passport“. Sie bekamen Brotdosen beziehungsweise Gewürze geschenkt – als Gewinner durften sich aber alle fühlen.
