Voll betont nach seinem emotionalen Amtsende bei der SGJ offen: „Es war geplant, dass ich für keinen Verein zur Verfügung stehe und bis Sommer Pause mache“. Vor seinem Skiurlaub sei aber die Anfrage aus der Johannisau gekommen: Vorstand Oliver Hasenauer hatte angerufen und nachgefragt. Mit Sejo Kolic war die Übergangslösung nach der Ära Karamatic bis zur Winterpause gefunden worden, dann war der SCB auf der Suche nach einem neuen Trainer: „Wir haben mit einigen Kandidaten gesprochen, das mit Meik hat sich dann danach erst ergeben. Das Gespräch haben wir dann hinten drangehangen – und hatten dabei das beste Gefühl, was uns überzeugt hat“, sagt Hasenauer.
Mit Voll komme ein „großer Organisator“ zur Borussia, der den Verein aus früheren Zeiten kennt: „Ich musste ihm nicht erklären, was Borussia ist und ausmacht. Er bringt viel Erfahrung mit, kann einen Verein große Schritte voranbringen“. Auch Voll selbst spricht seine Vergangenheit an: „Ich mache das, weil ich zu früheren Zeiten sehr gut vom Kuchen Borussia Fulda gegessen habe, und jetzt gerne helfe“. Etwas Bedenkzeit nach dem gemeinsamen Gespräch mit dem Verein habe er gebraucht, dann aber schließlich zugesagt. Jedoch gilt die Vereinbarung zunächst erstmal für die verbleibenden zwölf Spiele in der KOL Mitte. Borussia ist mit sechs Punkten Vorsprung Tabellenführer, und Hasenauer gibt klar das Ziel aus, „gemeinsam aufzusteigen“. Voll wiederum weiß: „Es ist immer schwerer, einen Platz zu verteidigen, als ihn zu erobern“. Wenn die Arbeit für beide Seiten zufriedenstellend und befriedigend sei, wollen sich die Parteien über eine längere Zusammenarbeit austauschen – zunächst aber stehe die Rückrunde im Vordergrund. Und während Voll versichert, dass es „keine Gespräche gab, bevor die Tür in Johannesberg zuging“, steht der Coach nun vor einer neuen Herausforderung: Seinem Nachfolger bei der SGJ hinterließ er eine fertige Vorbereitung, bei den Borussen muss er diese nun planen. „Wir sind spät dran“. Einen Co-Trainer bringe er erstmal nicht mit in die Johannisau.
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