Der letzte Abschnitt in Richtung Leibolz solle im Laufe des Montags freigegeben werden – und damit ist die Bahnhofstraße in Eiterfeld einmal runderneuert worden. Zum Freigabetermin trafen sich die Marktgemeinde unter anderem in Person von Bürgermeisterin Dana Hauke, Hessen Mobil, Landtagsabgeordnete Stefanie Klee, das heimische Unternehmen Lohfink Bau als ausführende Firma, Gemeindevertreter, Ortsbeirat, Vertreter der Verkehrssicherung und das Planungsbüro Falkenhahn, und strahlten auch bei eisigen Temperaturen um die Wette. „Es war am Ende ein Gemeinschaftsprojekt“, sagte Markus Wagner, Fachdezernent Bau von Hessen Mobil der Region Osthessen: Es wurden kombinierte Geh-Rad-Wege ausgebaut, Wasserleitungen und Glasfaser verlegt, und die Fahrbahn erneuert. Auch Barrierefreiheit war ein wichtiges Thema. Beteiligt war neben Land und Gemeinde auch OsthessenNetz.
Angestoßen hatte die Maßnahmen ursprünglich das Land Hessen im Rahmen der Sanierungs-Offensive: Die Straßen waren in einem schlechten Zustand, auch die Gemeinde, damals noch mit Bürgermeister Scheich, war schnell mit im Boot und hatte die Probleme erkannt. Gemeinsam mit dem Büro Falkenhahn wurde das Projekt in Angriff genommen. Vorweggeschoben wurde der Ausbau der Ortsmitte mit Installation einer neuen Ampelanlage an der Kreuzung. Dann ging es in mehreren Bauabschnitten an die Bahnhofstraße: Insgesamt 3,5 Millionen Euro kostete das Projekt letztlich, die Gemeinde stemmte davon alleine den Großteil. An der Fahrbahn war das Land mit 900.000 Euro beteiligt, und unterstützte auch finanziell beim Gehwege-Ausbau. OsthessenNetz steuerte 37.000 Euro bei.
Auf einem Kilometer Länge ist die Strecke erneuert worden, unter anderem entstand aus Leibolz kommend eine Insel in der Eiterfelder Ortseinfahrt. Klee, die sich als Landtagsabgeordnete und Eiterfelderin über die Freigabe freuen konnte, sagte: „Das Dorfbild hat sich extrem verändert, natürlich auch mit der neuen VR-Bank. Es ist richtig schön und attraktiv geworden – man fährt durch keinen Schilderwald mehr“. Bürgermeisterin Dana Hauke dankte derweil ebenso vor allem Anwohnern und Gewerbetreibenden für die Geduld: „Sie haben die Einschränkungen und Umleitungen mitgetragen, jetzt können wir die Straße in der Vorweihnachtszeit endlich freigeben“. Die Rathauschefin hob den „enormen Mehrwert“ der Straße für die Marktgemeinde hervor. Wagner lobte abschließend, dass der „hohe koordinative Aufwand“ gestemmt wurde: „Das Miteinander hat gut funktioniert“. Dabei dankte er auch Projektleiter Markus Krug.
Wo ein Anfang, da ein Ende – das war die gute Nachricht für die Anlieger in der Bahnhofstraße. Doch danach gebe es auch immer einen neuen Anfang, sagten die Vertreter: Eiterfeld werde weiter „auf den Kopf gestellt“, was die Landesstraßen angeht, sagte Wagner, und deutete die bevorstehenden Maßnahmen an: Ab März 2026 wird die Marktstraße (Richtung Arzell) in Angriff genommen, auch hier werden kombinierte Geh- und Radwege ausgebaut sowie die Fahrbahn erneuert. In einigen Jahren ist dann noch die Hünfelder Straße (in Richtung Leimbach) dran. Sportlich gesehen liegen die Arbeiten damit noch „am Ende der ersten Halbzeit“, bis etwa 2030 wird in Eiterfeld gebaut. Doch erstmal wünschten die Vertreter ruhige Weihnachten und unfallfreie Fahrt, durch eine massiv veränderte – und verbesserte – Bahnhofstraße.
