1:2 gegen Marburg und 1:3 gegen CSC Kassel – die Heimspiel-Serie des HSV bis Weihnachten läuft nicht so, wie geplant. Neun Zähler waren möglich, nur drei können es maximal noch werden. „In Summe waren die Spiele einfach nicht gut genug“, sagt Coach Helmke zu den eigenen Ansprüchen: „Wir wollen und werden am Samstag nochmal Leidenschaft zeigen, das sind wir uns auch selbst schuldig“.
Wie der Begriff sagt, erwartet der Trainer Herzblut und Willen auf dem Platz, und ergänzt, „dass wir mit Freude, aber auch Überzeugung Fußball spielen wollen“. Leidensfähigkeit brauche sein Team aber genauso. „Wir müssen dahin gehen, wo es vielleicht auch wehtut“.
Damit wären die Voraussetzungen geschaffen, doch dann steht da noch ein Gegner im Weg: Ein bekannter und konstanter Gegner. Gegen die Eintracht aus Stadtallendorf spielte der HSV erst vor wenigen Wochen im Hinspiel auswärts 1:1. Generell teilen die Mittelhessen gerne die Punkte, spielten fünfmal in den vergangenen sechs Partien unentschieden. „Aber natürlich ist das eine Mannschaft, die individuell extrem stark besetzt ist. Sie waren in nicht vielen Spielen die schlechtere Mannschaft“, warnt Helmke. Beide Teams hoffen also, dass das Pendel zum Jahresausklang nun wieder gänzlich in die eigene Richtung ausschlägt.
Personell muss der Hünfelder SV wohl auf Bartosz Witkowski verzichten, der noch am Knie angeschlagen ist. Dafür stellt Helmke Kaderplätze für die Langzeitverletzten Luca Uth und Thore Hütsch in Aussicht: Uth ist seit der Vorbereitung wegen einer Sprunggelenkverletzung raus, der zweite Ex-Steinbacher Hütsch absolvierte gar knapp 925 Tage (!) kein Pflichtspiel mehr, ehe er Mitte November bei der zweiten Mannschaft in der Kreisoberliga sein langersehntes Comeback feierte. Ob es zum Hessenliga-Comeback kommt, lässt Helmke je nach Spielverlauf offen – doch alleine im Kader zu stehen, dürften sowohl Hütsch als auch Uth schon vermisst haben.
