Nach knapp zwei Jahren Bauzeit im laufenden Krankenhausbetrieb ist der neue Radiologie-Flügel nun vollständig fertiggestellt. Herzstück der Erweiterung sind ein hochmoderner Computertomograph (CT) der neuesten Generation sowie ein 1,5-Tesla-MRT. Damit erweitert das Krankenhaus sein diagnostisches Leistungsspektrum deutlich und hebt die Bildgebung auf ein neues Niveau. „Mit der Modernisierung und Erweiterung der Radiologie haben wir unsere diagnostische und medizinische Infrastruktur gezielt gestärkt“, betont Geschäftsführer Michael Sammet. „Mit der Fertigstellung haben wir ein neues Herz im Krankenhaus geschaffen“, ergänzt Sammet. Ein entscheidender Vorteil sei die direkte Anbindung der Radiologie an die Zentrale Notaufnahme. „Gerade dort ist schnelle Diagnostik essenziell. Befunde können unmittelbar erstellt und notwendige Therapien ohne Zeitverlust eingeleitet werden – das kommt den Patientinnen und Patienten unmittelbar zugute“, so Sammet weiter.
Anspruchsvolles Bauprojekt im laufenden Betrieb
Die bauliche Umsetzung stellte alle Beteiligten vor besondere Herausforderungen. Große Teile des früheren OP-Bereichs mussten zurückgebaut und neu strukturiert werden. Für das MRT entstand eine speziell abgeschirmte Hochfrequenzkabine mit einem sogenannten Faraday’schen Käfig, für den rund 300 Kilogramm Kupfer verbaut wurden. Auch das CT erhielt einen eigenen Strahlenschutzraum, der zusätzlich interventionelle Eingriffe ermöglicht. „Ein herausforderndes aber unglaublich spannendes Projekt“, sagt Diethelm Lang von der WRL Architekten GmbH, die Planung und Umsetzung verantwortete. Andreas Raub, technischer Leiter des Krankenhauses, ergänzt: „Neben modernster Medizintechnik wurden sämtliche Bereiche – von Elektrik über Lüftung bis hin zum Brandschutz – auf den neuesten Stand gebracht.“
Moderne Diagnostik in angenehmer Atmosphäre
Neben der Technik spielte auch das Wohlbefinden eine wichtige Rolle. Großflächige regionale Wandmotive, warme Farben und klar strukturierte Bereiche sorgen für eine freundliche Atmosphäre. Die neuen Räumlichkeiten umfassen Untersuchungs- und Befundungsräume, Arztzimmer sowie großzügige Wartebereiche und bilden ein stimmiges Gesamtkonzept. Unter der Leitung von Chefarzt Dr. med. Björn Loewenhardt profitiert das gesamte Krankenhaus von der erweiterten Radiologie. „Unser Anspruch ist es, die Zeit der Ungewissheit für unsere Patientinnen und Patienten so kurz wie möglich zu halten“, erklärt Loewenhardt. Die Ergebnisse würden direkt im Anschluss verständlich besprochen – Transparenz und Nähe seien zentrale Bestandteile guter Medizin.
Neuer Schwerpunkt: Herzdiagnostik
Mit den neuen Geräten eröffnen sich auch neue Perspektiven in der Herzdiagnostik. Dank der Expertise von Oberarzt Dr. med. Steffen Ziegler, zertifizierter kardiovaskulärer Radiologe, können Herz-CT- und Herz-MRT-Untersuchungen auf hohem fachlichen Niveau durchgeführt werden. „Herzerkrankungen lassen sich heute sehr differenziert darstellen, oft ohne invasive Eingriffe“, so Ziegler. Das bedeute diagnostische Sicherheit bei möglichst geringer Belastung für die Patienten.
Klares Bekenntnis zur regionalen Versorgung
Trotz herausfordernder Rahmenbedingungen im Gesundheitswesen investiert das Herz-Jesu-Krankenhaus bewusst in seine Zukunft. „Wir wollen auch in den kommenden Jahren medizinisch, pflegerisch und therapeutisch gut aufgestellt sein und dem wachsenden Bedarf gerecht werden“, unterstreicht Geschäftsführer Sammet. Ziel sei es, moderne Medizin mit Menschlichkeit zu verbinden und die Verantwortung für die Region langfristig wahrzunehmen. Mit der neuen Radiologie schaffe das Herz-Jesu-Krankenhaus Fulda dafür eine wichtige Grundlage: präzise Diagnostik, kurze Wege und eine Versorgung aus einer Hand – direkt vor Ort.
