„Ich weiß nicht genau, was ich sagen soll“, sagt Martinez auf die Frage seines Hinrunden-Fazits: Mit 26 Punkten ist Sickels bisher bester Aufsteiger der aktuellen Saison, wobei zur Wahrheit gehört, dass der Rest nicht weit weg ist. Die FSG Vogelsberg beispielsweise steht mit einem Zähler weniger auf Rang zwölf. „Irgendwo bin ich zufrieden, irgendwo aber auch nicht“, erklärt Martinez. Während die SGS anfangs einiges an Lehrgeld zahlen musste, habe sich das Team im Herbst an die Liga gewöhnt und einige gute Spiele abgeliefert. „Es ist im Endeffekt ein Lernprozess in einer neuen Liga. Wir haben auch eine sehr junge Mannschaft, das dürfen wir nicht vergessen“, erläutert der Trainer. Dennoch hätte er zum Jahreswechsel gerne den ein oder anderen Zähler mehr auf dem Konto gehabt. „Ich weiß, was die Jungs können. Wir dürfen aber nicht vergessen, dass wir Aufsteiger sind“, so der Coach, der eher nach unten als oben blicken will. Zurecht: Der mögliche Abstiegsrelegationsplatz ist nur einen Punkt entfernt.
Ein Manko, an dem Martinez besonders in der Wintervorbereitung arbeiten möchte, ist die Fitness seiner Spieler. Doch dafür muss er den gesamten Kader beisammenhaben, was aufgrund von Fasching und weiteren privaten Terminen nicht immer einfach werden wird. „Ich hoffe, dass uns die Krankheitswelle nicht noch trifft“, wünscht sich Martinez. Um das Ziel zu erreichen, soll sich jeder während der kalten Wintermonate fit halten. „Wir haben eine schwere Rückrunde zu spielen. Wer die Tabelle liest, weiß, dass jeder jeden schlagen kann“. Zum neuen Jahr verfolgt die SGS ein klares Ziel: „Unsere Erwartung ist, dass, was wir aus der Vorrunde mitgenommen haben, anzuwenden“.
In der Gruppenliga würden die meisten Gegner aus zwei Chancen ein Tor machen, in der Kreisoberliga war das nicht der Fall. Mit 21 Gegentreffern stellt Sickels aber die drittbeste Defensive der Liga, nur Bronnzell und Schlüchtern (jeweils 20) hat weniger Gegentore kassiert. „Der Abwehr kann man keinen Vorwurf machen. Da bin ich absolut zufrieden“, lobt Martinez seine Hintermannschaft, appelliert aber gleichzeitig. „Wir müssen jedes Spiel 90 Minuten als Mannschaft konzentrierter sein. Wir haben oft Spiele im Griff, machen den Gegner dann aber stark“. Neuzugänge seien in Sickels im Winter nicht geplant: „Der Kader ist groß genug“.
