Das diesjährige E3UDRES2 Festival hat unter dem Motto „Local Pulse, Global Waves“ an der University of Applied Sciences St. Pölten in Österreich in Zusammenarbeit mit Hochschulen aus ganz Europa stattgefunden. Ziel des Festivals war es zu erforschen, wie Wissenschaft und Innovation die globale Transformation vorantreiben können. Die Projekte, die unter Najia Jalals „Gift for Girls“ laufen, umfassen zwei Schlüsselinitiativen: Zum einen den Aufbau und die Unterstützung von Schulen für Mädchen in Afghanistan, zum anderen die Bereitstellung von psychotherapeutischen und psychosozialen Unterstützungsdiensten für Frauen und Mädchen in Krisensituationen. Bei den Abstimmungsrunden erhielt das Projekt der Fuldaer Studentin die höchste Anzahl an Stimmen – sowohl online als auch in den Votings vor Ort – und sicherte sich damit das Preisgeld in Höhe von 1000 Euro (erster Platz).
Sie möchte eine Zukunft voller Hoffnung und Sinn gestalten
Najia Jalals Mission: „Wir unterstützen afghanische Mädchen und Frauen dabei, menschliche Werte und Rechte zu erlangen und eine Zukunft voller Hoffnung und Sinn zu gestalten.“ Auch wenn Najia Jalal in Fulda studiert, verfolgt sie das Geschehen in ihrem Heimatland. Für die dortigen Ereignisse und Zustände findet sie klare Worte: „Afghanistan ist inzwischen ein Ort, an dem menschliche Werte wie Menschenwürde, soziale Gerechtigkeit, Freundlichkeit und Akzeptanz, Zusammenarbeit und Gleichheit sowie Menschenrechte mit Füßen getreten werden, Fortschritt unmöglich ist und keine Klassen mehr existieren. Und das, obwohl im Jahr 2021 rund 18,4 Millionen Menschen dringend humanitäre Hilfe benötigten.“ Daher hat die Studentin das Förderprogramm für Mädchen und Frauen ins Leben gerufen.
Das Projekt „Gift for Girls“ unterstützt Mädchen in Afghanistan, denen der Schulbesuch in bestimmten Bezirken und Provinzen verwehrt ist. Durch die Einrichtung von sogenannten „Untergrundschulen“ mit erfahrenen Lehrkräften und einem regulären Lehrplan in den Bereichen Naturwissenschaften, Literatur und Sozialwissenschaften bietet Najia Jalals Förderprogramm fünf Tage pro Woche Unterricht an. „Einige Mädchen in unseren drei ‚Underground Schools‘ erhalten seit September 2022 Unterricht, das hat sich zu einem Hoffnungsschimmer für sie entwickelt“, berichtet Najia Jalal. Junge Mädchen leiden außerdem durch die unsicheren Lebensumstände vermehrt unter Depressionen und sexueller Diskriminierung. Vor diesem Hintergrund hat „Gift for Girls“ ein psychotherapeutisches Programm ins Leben gerufen, das in den Dörfern begonnen und seine Aktivitäten aufgenommen hat: „Wir haben Informationen über psychische Erkrankungen für etwa 70 Frauen durch psychotherapeutische Sozialarbeiter bereitgestellt. Wir bieten auch die Möglichkeit zu psychotherapeutischen Beratungen an.“ Weitere Informationen zur Organisation gibt es online unter www.giftforgirls.org.
Über die Europäische Hochschulallianz E3UDRES2
E3UDRES2 ist eine Europäische Hochschulallianz aus kleinen bis mittelgroßen Universitäten und Hochschulen für Angewandte Wissenschaften aus kleinen bis mittelgroßen Städten, bzw. Regionen. Aus dieser regionalen Verankerung ergibt sich der Name „E3UDRES2“: „Engaged and Entrepreneurial European University as Driver for European Smart and Sustainable Regions“. Die Allianz hat zum Ziel, ländliche Regionen zu vernetzten und ihre Entwicklung in smarte, nachhaltige Regionen zu unterstützen. Zu ihr gehören neben der Hochschule Fulda: USTP – University of Applied Sciences St. Pölten (AT), Polytechnic Institute of Setúbal (PT), Hungarian University of Agriculture and Life Sciences (HU), University College Leuven-Limburg (BE), Politehnica University Timi?oara (RO), Vidzeme University of Applied Sciences (LV), Saxion University of Applied Sciences (NL) und Jamk University of Applied Sciences (FI). Die Hochschule Fulda wird seit 1. Oktober 2023 als Vollmitglied der Hochschulallianz E3UDRES2 gefördert.
