Heute leben laut Deutscher Aids-Stiftung weltweit knapp 41 Millionen Menschen mit HIV, davon 97.000 Menschen in Deutschland (Ende 2023 laut Robert Koch-Institut). Da die USA als größter Unterstützer seit Jahresanfang ihr Engagement nahezu eingestellt haben, droht eine erneute Infektionszunahme. „Gleich nach Gründung unserer Stiftung 2010 in Fulda haben wir uns in Eswatini, vormals Swasiland, engagiert, um die unvorstellbare Not der Kinder zu lindern und zugleich in Aids-Prävention zu investieren. Das ist uns mit unserem nachhaltigen Ansatz gelungen. Inzwischen haben wir über 15.000 Kindern den Eintritt in die Schule ermöglicht und damit nicht nur ihr Überleben gesichert, sondern auch eine selbstbestimmte Zukunft eröffnet. Viele Hilfsorganisationen haben wir kommen und gehen sehen, wir aber haben durchgehalten – und wollen auch in Zukunft einen Unterschied machen. Wir möchten daher zu einem gemeinsamen Engagement gegen Aids aufrufen,“ betont Ernst Engel, Träger der Ehrenmedaille in Silber der Stadt Fulda und des Ehrenbriefs des Landes Hessen.
Mit über 42 Prozent hatte das kleine Land damals die weltweit höchste Rate an HIV-Infizierten,
die meisten sind daran gestorben. Es gab 120.000 Aids-Waisen und viele sogenannte Kinderfamilien ohne Eltern, die Kindersterblichkeitsrate betrug 56 Prozent. Eine halbe Generation ist ausgestorben und mit ihr das Wissen über die Selbstversorgung. Bis heute ist die HIV-Prävalenzrate in Eswatini auf 26 Prozent gesunken. Auf dem Höhepunkt der Aids-Pandemie 2010 ging Stiftungsgründer Ernst Engel mutig voran und entwickelte zusammen mit ehrenamtlichen Mitarbeitern ein ganzheitliches Förderprogramm. So entstanden 104 stabil gebaute Dorfzentren (NCPs – Neighborhood Carepoints) in der verarmten Südregion Shiselweni. Dort erhalten 3500 Waisenkinder und andere notleidende Kinder täglich eine warme Mahlzeit und Vorschulunterricht – bis heute. Zudem werden sie durch zwei „Mobile Clinics“ medizinisch versorgt, zum Beispiel Impfungen, akute Beschwerden, Vitamingaben, HIV-spezifische Beratung, Aufklärung sowie Ausgabe von Kondomen. Inzwischen fehlen viele Mittel, unter anderem für HIV-Tests und Medikamente. Jetzt initiiert die Stiftung zusätzlich einkommensschaffende Maßnahmen für die Caregivers, die Dorfbewohnerinnen, die ehrenamtlich die Kinder in den Vorschulen versorgen, damit sie sich und die Kinder mittelfristig selbst versorgen können. Ganz im Sinne von „Hilfe zur Selbsthilfe“.
„Wenn die Aids-Infektionen wieder steigen, werden ein Therapie-Notstand und noch extremere Armut die Folge sein. Deshalb möchten wir ein Zeichen setzen für ein gemeinsames Engagement gegen Aids – gerade jetzt.* Jeder kann mit einem kleinen Beitrag helfen, etwa durch eine Patenschaft für eine Vorschule/NCP oder eine einkommenschaffende Maßnahme für nur 300 Euro im Jahr. Jeder andere Beitrag ist auch willkommen. Die Spenden kommen direkt und zu 100 Prozent bei den Bedürftigen an“, führt Ernst Engel weiter aus. Weitere Infos gibt es auf Instagram, wo jedes Adventswochenende neue Stories erscheinen https://www.instagram.com/thomasengelstiftung/ und auf der Homepage der Stiftung thomasengel-stiftung.org
Die gemeinnützige Thomas Engel-Stiftung aus Fulda hilft notleidenden Kindern mit Gesundheitsversorgung und Bildung in Eswatini, Ecuador und Tansania nach dem Prinzip „Hilfe zur Selbsthilfe“. Ernst Engel, Gründer und Vorstandsvorsitzender, erhielt 2024 von Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld die Ehrenmedaille in Silber der Stadt Fulda und zusätzlich den Ehrenbrief des Landes Hessen. Zuvor erhielt er den „Paul Harris Award“ von Rotary International. Mit diesen Auszeichnungen wurde seine langjährige ehrenamtliche Tätigkeit für bedürftige Kinder gewürdigt. Im Jahr 2009 gründete er gemeinsam mit seiner Frau die Stiftung im Gedenken an ihren ein Jahr zuvor verstorbenen Sohn Thomas. Bis heute hat die Stiftung mit ihren Partnern circa drei Millionen Euro Spendengelder gesammelt und zu 100 Prozent direkt in überprüfbare, nachhaltige Hilfsprojekte investiert.
*(Siehe: Gemeinschaftliche Kampagne zum Welt-Aids-Tag 1. Dezember 2025 vom Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG), Deutsche Aids-Stiftung (DAS) und Deutsche Aidshilfe (DAH))
