Volleyball 10.12.2025

Frauen – SGJ feiert zwei Heimsiege – Auch zweite Mannschaft jubelt

Johannesberg (pf) – Ein großes Programm hatten die Volleyballerinnen der SG Johannesberg am vergangenen Wochenende zu absolvieren: Vier Mannschaften waren im Einsatz, das erste Team richtete in der Frauen-Landesliga Nord sogar einen Heimspieltag aus und verbuchte zwei Siege.

Siege gab es am Wochenende für die erste, zweite und dritte Frauen-Mannschaft (von oben nach unten) der SG Johannesberg. Fotos: Verein

Frauen-Landesliga: SG Johannesberg – TV Waldgirmes III 3:1 (16:25, 25:15, 25:23, 25:14)

Das erste Spiel des Heimspieltages war auch das Spitzenspiel des Wochenendes gegen den unmittelbaren Tabellennachbarn. Und dass die Gäste ein Wort um die Meisterschaft mitreden wollen, machten sie im ersten Satz auch klar.  Der Start der Johannesberger Damen verlief dagegen holprig: Die SGJ-Spielerinnen fanden nur schwer ins Spiel, produzierten ungewohnt viele Eigenfehler in der Feldverteidigung und ließen dem Gegner insgesamt zu viel Raum für sein Spiel. Der Satz ging folgerichtig deutlich mit 25:16 an die Gäste.

Im zweiten Durchgang drehte sich das Bild jedoch deutlich. Mit mehr Druck im Aufschlag und mutigeren Aktionen im Angriff gelang es der SG Johannesberg, Waldgirmes zunehmend unter Druck zu setzen. Die Verteidigung stand nun, Abstimmungsfehler wurden minimiert und so sank auch die Eigenfehlerquote merklich. Lohn der Leistungssteigerung war der verdiente Satzausgleich mit 25:15.

Durch diesen Erfolg motiviert, fanden die Gastgeberinnen in der Folge immer besser ins Spiel. Das Zusammenspiel funktionierte jetzt fehlerfrei, die Angriffe wurden variabler und die Defensive zeigte sich aufmerksam und kämpferisch. Doch die Gäste nahmen den Kampf an und Satz 3 wurde spannend und wirklich eng, wenn man auch nie den Eindruck hatte, die SGJ könnte als Verlierer vom Feld gehen. Letztlich ging Satz drei knapp, aber verdient an die Gastgeberinnen, die in den entscheidenden Ballwechseln bessere Nerven bewiesen.

Den Schwung aus diesem Satz konnte das Team von Aleks Dimovski mitnehmen und blieb auch im vierten Durchgang klar tonangebend. Nach einer frühen 8:3-Führung ließ sich die SG die Butter nicht mehr vom Brot nehmen und distanzierte die Gäste deutlich mit 25:14. Mit diesem Erfolg sichert sich die SG Johannesberg auf Platz zwei der Tabelle ab und vergrößerte den Abstand auf den starken Tabellendritten aus Waldgirmes.

 

Frauen-Landesliga: SG Johannesberg – TSV Frankenberg 3:2 (25:17, 25:18, 17:25, 21:25, 15:7)

Im zweiten Spiel des Heimspieltags gelang es der SG Johannesberg nur phasenweise, den Schwung und die starken Aktionen aus dem vorherigen 3:1-Erfolg mitzunehmen. Von Beginn an schlichen sich Unkonzentriertheiten ins Spiel ein, vor allem in der Annahme und im Aufschlag. Dadurch fehlte die Basis für einen sauberen Spielaufbau. Das machte es der SGJ schwer, den gewohnten Druck im Angriff zu erzeugen. Frankenberg nutzte diese Situation geschickt aus und setzte die SGJ mit variablen Aufschlägen immer wieder unter Stress. In den ersten beiden Sätzen zeigte diese Taktik noch wenig Wirkung, weil die Gastgeberinnen es verstanden, in engen Situationen ihre Routine auszuspielen und sich die Sätze eins und zwei mit 25:17 und 25:18 zu sichern. Doch dann riss der Faden bei Johannesberg. Viel zu oft wurden die Ballwechsel jetzt hektisch, Abstimmungen passten nicht wie gewünscht, und so mussten die Gastgeberinnen in einem insgesamt zähen Spiel Rückständen hinterherlaufen. Die Sätze drei und vier gingen mit 25:17 und 25:21 an die Gäste, die sich damit schon einmal einen Punkt holten. Doch jetzt zeigte das Team um Mannschaftskapitänin Kristana Schuchert Moral. Im entscheidenden Satz fand man zu alter Stärke und dominierte den Gegner deutlich. Ann-Sophie Grobauer war es vorbehalten, mit einer Serie druckvoller Aufschläge den Gästen so einzuheizen, dass es gelang, von 10:7 auf 15:7 zu stellen. Am Ende stand ein hart erarbeiteter 3:2-Sieg, der zwar einen wichtigen Punkt im Kampf um den Meistertitel kostete. Trotzdem nimmt die SG Johannesberg wichtige Erkenntnisse mit: Mit mehr Ruhe in der Annahme und einer stabileren Spielstruktur kann auch ein zweites Spiel am Tag souveräner gestaltet werden.

Trotz allem: Zwei Siege am Heimspieltag, fünf Punkte – ein solides Ergebnis, das den Blick optimistisch nach vorne richten lässt.

Johannesberg: D. Brux, S. Dimovska, A. Grobauer, L. Drexler, A. Haller, B. Miller, M. Lundius, S. Phan, J. Schawag, T. Schuhmann, K. Schuchert, W. Walter, H. Wilhelm.

 

Frauen-Bezirksoberliga: FSV Bergshausen II – SG Johannesberg II 0:3 (13:25, 16:25, 12:25)

Wiedergutmachung für die Niederlage gegen Hilders stand für die zweite Mannschaft der SG Johannesberg in Bergshausen auf dem Programm. Der Landesliga-Absteiger hat sein Team neuformiert und verjüngt und ist bisher noch sieglos. Und daran sollte sich an diesem Tag auch nichts ändern. Die vielen schul- und krankheits-bedingten Ausfälle der letzten Wochen merkte man dem Team kaum an. Die Gastgeberinnen kamen aufgrund des nahezu fehlerfrei aufgebauten Spiels der SGJ kaum zu eigenen Chancen.

Während des gesamten Spiels leistete sich Johannesberg keine Schwächephase und zog sein Spiel mit aller Konsequenz durch. Aufgrund dieser geschlossenen Mannschaftsleistung bekamen alle Spielerinnen Einsatzzeit. Alle eingesetzten Spielerinnen sorgten dafür, dass es im Spiel zu keinen Brüchen kam. Angriff und Block dominierten am Netz und Annahme und Verteidigung ließen kaum einen Ball fallen. Und Zuspielerin Amelie Haller konnte aufgrund dessen mit präzisen Zuspielen ein variables Angriffsspiel aufziehen. So kam es, dass die Gastgeberinnen zu keinem Zeitpunkt des Spiels wirkliche Gegenwehr und auch keinerlei Aufbäumen zustande brachten.

Mit diesem deutlichen Sieg bei einer wirklich geschlossen guten Mannschaftsleistung hat das Team gezeigt, dass es zu den Top-Teams der Liga zählt und sich auch dort festgesetzt. Der Trainer bescheinigte seinem Team die bisher beste Saisonleistung. Am kommenden Samstag kann mit einer ähnlichen Leistung bei ACT Kassel II ein erfolgreicher Jahres-abschluss gefeiert werden.

Johannesberg II: F. Bartsch, S. Born, J. Bott, S. Dimovska, A. Haller, S. Leis, A. Raczing, A. Röhrig, F. Schütz.

 

Frauen-Kreisliga: TSV Kirchheim – SG Johannesberg III 2:3 (19:25, 25:23, 25:15, 23:25, 11:15)

Auch die dritte Mannschaft der SGJ konnte in Kirchheim einen Sieg und zwei Punkte einfahren. Die jungen Spielerinnen zeigten dabei zwar eine durchwachsene Leistung, mussten sich dabei aber auch gegen die große Lautstärke der heimischen Fans mit zahlreichen Trommlern durchsetzen. Allein schon, dass sie das am Ende erfolgreich bewältigten, ist eine anerkennenswerte Leistung für ein so junges Team.

Von Beginn an dominierten die Spielerinnen von Trainerin Sandra Zukauskiene durch ihre spielerische und technische Überlegenheit die Gastgeberinnen, die mit Kampfgeist Gegenwehr leisteten. Doch zunächst reichte die, trotz der lautstarken Unterstützung durch die Zuschauer nicht aus, um den Satzgewinn der SGJ mit 25:19 zu verhindern. Im zweiten Satz verlief das Spiel dann komplett ausgeglichen. Am Satzende machte Johannesberg dann einige Fehler zu viel und Kirchheim schaffte mit 25:23 den Satzausgleich. Dadurch verunsichert nahm die Fehlerquote bei der SGJ deutlich zu. So kamen die Gastgeberinnen zu einer mit 25:15 ungefährdeten 2:1-Führung. Der vierte Satz wurde zu einem Nervenspiel. Ständig wechselnde, knappe Führungen beider Teams erhöhten die Anspannung für das junge Team der SGJ. Dieses zeigte sich jetzt dem Druck gewachsen und holte sich im Schlussspurt den Satzausgleich. Das 25:23 hinterließ dann bei den Gastgebeinnen Spuren.

Der Entscheidungssatz sah nur noch leichte Gegenwehr. Nach dem 8:6 zum Seitenwechsel konnte die SGJ ihre Führung ausbauen und ein Kirchheimer Fehler bescherte dann nach spannenden zweieinhalb Stunden den umjubelten Sieg.

Johannesberg III: S. Bergmann, Y. Demirtas, C. Feuerstein, L. Frischkorn, E. Mihm, E. Rützel, L. Simmchen, M. Tsamaltoupis, N. Zimmermann.

 

Frauen-Kreisklasse: TV Weiterode II – SG Johannesberg IV 3:0 (25:7, 25:22, 25:10)

Einen schweren Stand hatte das Team der vierten Johannesberger Mannschaft in Weiterode: Krankheitsbedingte Ausfälle reduzierten den Kader auf nur sieben Spielerinnen. Zu allem Unglück verletzte sich dann auch noch Mannschaftskapitänin Luisa Born in der Einspielzeit. Die kurzfristige Umstellung hinterließ ihre Spuren. Den ersten Satz gab das dadurch deutlich verunsicherte Team deutlich mit 7:25 verloren. Im zweiten Satz deutete die SGJ dann ihre Möglichkeiten an. Erst ganz am Schluss des Satzes konnte sich Weiterode das 2:0 sichern. Leider war dieser knappe Satzverlust dann auch der Knackpunkt im Spiel, denn der Widerstand der SGJ war dann gebrochen. Das abschließende 10:25 war wieder deutlich.

Johannesberg IV: A. Avdagic, L. Born, M. Fiedler, L. Höland, M. Pesa, P. Schätzmüller, S. Schmitt.